
Und so gewann Aryna Sabalenka nach nur 76 Minuten in einem über weite Strecken einseitigen Match mit 6:2, 6:3. Sie ist damit nach der Schweizerin Martina Hingis erst die zweite Spielerin, die viermal nacheinander das Finale der Australian Open erreicht. Ihre Gegnerin wird am späten Donnerstagabend (Ortszeit) zwischen Jessica Pegula (USA) und Elena Rybakina (Kasachstan) ermittelt.
Kurz nach dem Ende des Matches gab Sabalenka ein tränenreiches Interview auf dem Platz. Sie freute sich über den 30 Jahre alten Rekord von Martina Hingis, den sie eingestellt hatte. Morgen, an ihrem freien Tag, werde sie mit ihrem Freund schön essen gehen und dann ein bisschen Netflix schauen, so die Belarussin.
Für Switolina wird der Tag wohl etwas anders verlaufen. „Ohne Zweifel, wenn ich morgens aufwache, sehe ich jedes Mal diese schrecklichen Nachrichten aus meinem Heimatland“, sagte die 31-Jährige bei der Pressekonferenz nach dem Match.
„Ich kann mich wirklich nicht beklagen, denn die Menschen in der Ukraine haben einen schrecklichen Alltag. Ich dagegen bin privilegiert.“ Sie erhalte jeden Tag unglaublich viele aufmunternde Nachrichten, berichtete sie, und sei stolz darauf, etwas zurückgeben zu können – etwa mit ihrer sportlichen Leistung bei diesem Turnier, aber auch durch ihre Stiftung für ukrainische Kinder. „Ich weiß, wenn ich demnächst in die Ukraine zurückkomme, dann begegne ich Menschen, die dunkle, graue Tage erleben. Sport kann diesen Menschen etwas Hoffnung geben und unser Land vereinen. Das brauchen wir gerade dringend.“