Kehrtwende – Bargeld jetzt doch wieder erlaubt

„Nehmen Bedenken sehr ernst“

Wütende Kunden: Weihnachtsmarkt rudert zurück


Aktualisiert am 17.11.2025 – 12:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Der Weihnachtsmarkt im Zürcher Hauptbahnhof (Archivbild): Zunächst wollte der Veranstalter Bargeld komplett verbieten. (Quelle: IMAGO/Christian Ender/imago-images-bilder)

Wer Glühwein oder Bratwurst mit Münzen und Scheinen bezahlen will, geht leer aus – so die ursprüngliche Idee eines Weihnachtsmarkts in der Schweiz. Jetzt reagiert er auf Proteste.

Wie der „Polarzauber“ auf seiner Webseite mitteilte, wird in diesem Jahr nun doch auch Bargeld akzeptiert. „Ihr habt gesprochen, wir haben euch gehört“, heißt es in der Stellungnahme. Man habe „zahlreiche Nachrichten“ bekommen, in denen sich potenzielle Besucher besorgt gezeigt hätten. „Wir nehmen diese Anliegen und Bedenken sehr ernst“, so der Veranstalter, die Polarzauber AG.

Weiter hieß es: „Als traditioneller Weihnachtsmarkt, der ein Ort der Freude und Begegnung ist, haben eure Bedürfnisse für uns höchste Priorität.“ Neben Bargeld werde aber auch Kartenzahlung weiterhin akzeptiert.

Ursprünglich war geplant, Bargeld von der Veranstaltung komplett zu verbannen. Begründet wurde das unter anderem mit Sicherheitsaspekten. Daraufhin hatte es heftige Kritik gegeben: Ein Schausteller sagte der Zeitung „Blick“: „Rund 45 Prozent unseres Umsatzes machten wir bisher mit Bargeld.“ Und auch in sozialen Medien war die Wut einiger potenzieller Kunden groß: „Das ist Diskriminierung gegenüber Kindern und auch älteren Menschen“, hieß es etwa in einem Kommentar. Diese kämen mit bargeldlosen Alternativen „nicht mehr klar“.

Der „Polarzauber“ findet vom 20. November bis zum 24. Dezember in der festlich geschmückten Halle des Hauptbahnhofs in Zürich statt.

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