Das sagen die Verantwortlichen
Droht 1860 der Abgang von Top-Torjäger Sigurd Haugen?
29.03.2026 – 15:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit seinen Toren spielt sich Sigurd Haugen ins Blickfeld anderer Vereine. Ob der Stürmer über den Sommer hinaus bei 1860 bleibt, ist fraglich. Das sagen die Verantwortlichen.
Dank eines Treffers von Sigurd Haugen ist 1860 München am Samstagnachmittag erstmals seit sechs Jahren wieder ins Finale des bayerischen Toto-Pokals eingezogen. Dass ausgerechnet der Norweger die Partie gegen Drittliga-Rivale Jahn Regensburg mit seinem goldenen Tor in der 54. Minute entschied, überraschte dabei nicht.
Zwar war der Treffer gegen den Jahn sein Erster im Landespokal. Seine elf Tore in der 3. Liga toppt aber niemand im „Löwen“-Kader. Allein in der Rückrunde, in der Haugen nach einem im Dezember 2025 erlittenen Kieferbruch mit einer Gesichtsmaske aufläuft, netzte er bereits viermal ein. Wichtige Tore im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga, mit denen sich der 28-Jährige gleichwohl ins Blickfeld anderer Klubs spielen dürfte.
Das weiß selbstredend auch Manfred Paula, „Sechzigs“ Sportdirektor und Geschäftsführer in Personalunion. Im Interview mit MagentaSport erklärt er Anfang März vor dem Auswärtsspiel der Münchner bei Viktoria Köln: „Wenn ein Spieler so performt, ist es natürlich klar, dass er Begehrlichkeiten weckt.“
Dennoch habe er nicht vor, Haugen im Sommer gehen zu lassen, betonte er: „Wenn es nach uns geht, wollen wir ihn natürlich weiterhin im ‚Löwen‘-Trikot sehen und wir sind da auf einem guten Stand momentan.“ Zumal der Stürmer, der erst vor der Saison vom dänischen Erstligisten Aarhus GF an die Grünwalder Straße gewechselt war, noch einen Vertrag bis Juli 2027 hat.
Recht entspannt auf die Personalie Haugen blickt daher auch 1860-Cheftrainer Markus Kauczinski. Dieser wurde auf der Pressekonferenz vor dem Toto-Pokal-Halbfinale in Regensburg gefragt, ob er davon ausgehe, dass sein Top-Torjäger auch in der neuen Spielzeit ein wichtiger Baustein bei den Münchnern sein wird. Seine kurze, aber klare Antwort: „Ja, ich gehe davon aus.“
Angesprochen auf Paulas Aussage wenige Wochen zuvor erklärte er: „Ich glaube, was Manfred gemeint hat: ‚Wenn man so spielt, könnte man Begehrlichkeiten wecken.‘ Mir ist nicht bekannt, dass es so ist.“ Überhaupt sei es müßig, mitten in der Saison über solche „hätte-wenn-und-aber-Fragen“ zu diskutieren, auf die er ohnehin keine Antwort habe. „Er (Haugen, Anm. d. Red.) ist ein wichtiger Baustein jetzt und alles andere im Fußball kann man immer schwer abschätzen.“
