
Karneval in Köln
Umstrittene OB-Aussage: Kasalla-Sänger schaltet sich ein
Aktualisiert am 09.02.2026 – 09:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Kölner Karneval geht in die heiße Phase – in einigen Veedeln werden Exzesse befürchtet. OB Burmester warnt. Und auch der Kasalla-Sänger positioniert sich.
Wenige Tage vor Weiberfastnacht hat sich Kasalla-Sänger Basti Campmann zur „Ballermannisierung“-Debatte um den Kölner Karneval geäußert – und gibt Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) bei einer umstrittenen Aussage teilweise recht.
„Es ist etwas Schönes, wenn Menschen nach Köln kommen, weil sie das Feiern hier schätzen“, hatte der Politiker der Deutschen Presse-Agentur im Januar gesagt. Die Stadt sei stolz auf ihre Geselligkeit. „Dass wir das nicht in die Ballermannisierung laufen lassen dürfen, ist aber auch klar“, sagte Burmester. „Es gibt kein Recht darauf, hier Dinge zu tun, die man in der eigenen Heimatstadt nicht tun dürfte.“
Campmann sagte auch, dass einige Entwicklungen beim Straßen- und Kneipenkarneval „problematisch“ seien. Für den Frontmann der bekannten Kölsch-Rock-Band ist klar: „Die Exzesse beim Karneval sind an einigen Orten außer Kontrolle geraten.“
Die Vorfälle seien Folge einer „Verrohung, die wir in vielen Teilen der Gesellschaft erleben“, so Campmann. Bei einigen Feiernden sei das Verständnis dafür, was der Karneval traditionell einmal war, jedoch schlichtweg verloren gegangen.
Gleichzeitig mahnte Campmann im Gespräch mit der Kölner Lokalredaktion von t-online zu einer differenzierten Betrachtung: „Man sollte auch überprüfen, ob in der OB-Aussage nicht auch ein wenig von ‚Früher war alles besser‘ drinsteckt.“
Insgesamt werden mehr als 5.000 Einsatzkräfte in Köln im Einsatz sein. Darunter bis zu 970 von Feuerwehr und Rettungsdienst, 400 Mitarbeitende des Ordnungsamts, 2.600 private Sicherheitskräfte und rund 1.500 Polizisten.