
Polizei in Köln ermittelt
Verdacht der Vergewaltigung an Weiberfastnacht
Aktualisiert am 13.02.2026 – 11:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Sexuelle Belästigung, Körperverletzung, Diebstahl, ein Raub mit einer Machete – und eine mutmaßliche Vergewaltigung. Das sind die Delikte, die die Polizei beschäftigen.
Deutlich weniger Menschen als in den Vorjahren haben am Donnerstag in Köln und Düsseldorf Weiberfastnacht gefeiert. Überwiegend sei es dabei friedlich zugegangen, bilanzieren die Kölner Beamten. Aber auch: „Mit zunehmender Alkoholisierung waren die Polizisten vor allem in den Feier-Hotspots gefordert, um Streitigkeiten zu unterbinden.“
Bis 19 Uhr seien zwölf Personen unter anderem zur Durchsetzung von Platzverweisen in Gewahrsam genommen worden. Nach diversen angezeigten Delikten laufen Ermittlungen, unter anderem geht es um sexuelle Belästigung, Körperverletzung und Diebstahl.
Im Zülpicher Viertel soll es zu einer Vergewaltigung gekommen sein. Ein Mann soll einen anderen zum Oralverkehr gezwungen haben, teilte die Polizei weiter mit.
Ein bedrohlicher Vorfall ereignete sich zudem in der Weisengasse in der Kölner Innenstadt: Einer Frau wurde Polizeiangaben zufolge ihr Handy geraubt, das sie einem Mann kurz zuvor geliehen hatte. Dieser gab es nicht zurück, sondern bedrohte die Frau mit einer Machete und floh dann.
Auch ein mutmaßlicher Fall von Gewalt gegen Einsatzkräfte wurde in Köln registriert: Ein Zivilpolizist wollte demnach Pöbeleien eines Mannes beenden, woraufhin ihm dieser einen so schweren Kopfstoß versetzte, dass er im Gesicht verletzt wurde und nicht mehr dienstfähig war.
Trotzdem bewerten die Beamten den Auftakt des Straßenkarnevals in Köln als insgesamt eher ruhig. Auch ein Sprecher der Polizei Düsseldorf beschrieb die Nacht als ruhig. „Das Wetter hat mitgespielt – oder auch nicht, je nachdem, wie man das sieht“, sagte er. Es hatte am Donnerstag geregnet, was wohl viele Karnevalsfreunde von der Anreise und vom Feiern im Freien abgehalten hatte.