Kanzlerin Alice Weidel in drei Jahren „denkbar“

Mit Unterstützung einer Spahn-CDU

Precht: „Denkbar, dass Alice Weidel in drei Jahren Kanzlerin ist“


27.01.2026 – 20:57 UhrLesedauer: 1 Min.

Richard David Precht: Er spricht oft in Podcasts, Talkshows oder auf Bühnen. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Markus Wissmann/imago)

Richard David Precht sieht eine mögliche AfD-CDU-Koalition nach der nächsten Wahl. Entscheidend dafür könnte ein Wechsel innerhalb der CDU sein.

Der Podcaster Richard David Precht hält eine Regierungsbeteiligung der AfD nach der nächsten Bundestagswahl für möglich – und schließt eine Kanzlerschaft von Alice Weidel nicht aus. In einem Interview mit der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) äußerte sich Precht zur politischen Lage in Deutschland und sagte eine Koalition der CDU mit der AfD voraus.

Deutschland sei in weiten Teilen reformunfähig, so Precht. Davon würden politische Ränder profitieren. Die AfD könne seiner Einschätzung nach bei der Bundestagswahl 2029 stärkste Kraft werden. Sollte es dann für die bisher etablierten Parteien nicht zu einer Regierungsmehrheit reichen, könnte die CDU als Juniorpartner mit der AfD koalieren – unter Führung von Alice Weidel. Eine solche Option hält Precht vor allem unter einem CDU-Vorsitz jenseits von Friedrich Merz für möglich, etwa unter Jens Spahn: „Ich halte es für denkbar, dass Alice Weidel in drei Jahren Kanzlerin ist.“

Precht sieht Anzeichen dafür, dass sich CDU und AfD außenpolitisch einander annähern könnten. So habe Alice Weidel kürzlich eine Reise von AfD-Abgeordneten nach Russland verhindert. Das werte er als Signal dafür, dass die AfD ihre außenpolitische Position mit Blick auf mögliche Regierungsbeteiligungen modifiziere.

Die AfD sei eine nicht verbotene Partei, betonte Precht, und werde sich strategisch weiter verändern. Auch die mediale Berichterstattung könne sich seiner Einschätzung nach verändern, je näher die Partei einer Regierungsbeteiligung komme.

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