2027 in Bulgarien

Kanada nimmt erstmals am Eurovision Song Contest teil


01.07.2026 – 18:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Dara: Die bulgarische Sängerin gewann 2026 den ESC. (Quelle: IMAGO/Jessica Gow/TT)

Beim ESC 2027 tritt erstmals ein nordamerikanisches Land an. Doch Kanada ist dem weltweit größten Musikwettbewerb nicht ganz fremd.

Es war 1988, als eine Kanadierin beim Eurovision Song Contest auf der Bühne stand und gewann. Céline Dion trat damals allerdings nicht für ihr Heimatland an, sondern für die Schweiz. Nun, fast vier Jahrzehnte später, bekommt Kanada die Chance, beim ESC eine eigene Geschichte zu schreiben.

Céline Dion beim Eurovision Song Contest in den Achtzigerjahren. (Quelle: IMAGO/Hanssen, Eystein)

Wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) in Genf mitteilte, wird Kanada 2027 beim weltweit größten Musikwettbewerb erstmals mit einem eigenen Beitrag dabei sein. Das Finale des Eurovision Song Contest 2027 findet in Bulgarien statt, weil die bulgarische Sängerin Dara in diesem Jahr mit dem Song „Bangaranga“ als erste Bulgarin den Wettbewerb gewann.

Zuschauer fordern ESC-Aus für Deutschland

Für Deutschland lief es weniger erfolgreich. Sarah Engels landete mit dem Lied „Fire“ auf dem drittletzten Platz. Nach der Pleite forderten viele t-online-Leser, dass sich Deutschland aus dem Musikwettbewerb zurückzieht. „Meiner Meinung nach sollte Deutschland die nächsten Jahre nicht mehr am ESC teilnehmen und das Ganze mitfinanzieren“, kommentierte zum Beispiel eine Leserin.

  • Ausnahmen beim ESC: Sie kommen nicht aus Europa – und nehmen dennoch teil

Während deutsche Fans über das ESC-Aus nachdenken, hat sich Kanada für die Teilnahme am Eurovision Song Contest entschieden. Möglich wurde das, weil der kanadische öffentlich-rechtliche Sender CBC/Radio Canada seit vergangener Woche vom assoziierten Mitglied zum vollwertigen Mitglied der EBU aufstieg.

Für die EBU kommt die Ankündigung zu einem Zeitpunkt, an dem der Wettbewerb zuletzt durch Kontroversen belastet war. Die Teilnahme Israels hatte einen Boykott durch fünf Länder ausgelöst. Spanien, Irland, Island, Slowenien und die Niederlande verzichteten 2026 auf den Wettbewerb.

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