Norodom Sihamoni

Kambodschas König macht Krebsdiagnose publik

13.04.2026 – 19:01 UhrLesedauer: 2 Min.

Norodom Sihamoni: Der König hat Prostatakrebs. (Quelle: Benoit Tessier / Reuters)

Der kambodschanische König hält sich seit Wochen in Peking auf. Der Grund für seinen Auslandsaufenthalt: Norodom Sihamoni ist an Prostatakrebs erkrankt.

Seit mehr als einem Monat hielt sich König Norodom Sihamoni bereits in Peking auf, ohne dass sein Volk einen Grund dafür kannte. Am 10. April 2026 gab der kambodschanische Palast im regionalen Fernsehen bekannt, was hinter dem langen Auslandsaufenthalt steckt: Der 72-Jährige leidet an Prostatakrebs. Das berichtete das französische Magazin „Point de Vue“ noch am selben Tag.

„Point de Vue“ zufolge wurde Norodom Sihamoni bereits am 31. März operiert. Erst dieser Eingriff habe die Diagnose ermöglicht. Die Erkrankung sei rechtzeitig erkannt worden, schwerwiegende Komplikationen schließen die Ärzte derzeit aus.

In einer Ansprache an sein Volk erklärte der König, dass er vorerst nicht nach Kambodscha zurückkehren könne: „Das Ärzteteam hat mich gebeten, in China zu bleiben.“ Weiter sagte er: „Ich muss noch ein bis zwei Monate im Krankenhaus bleiben, um meine Behandlung fortzusetzen und die notwendige Pflege zu erhalten.“

Sihamoni verbrachte als Erwachsener lange Zeit im Ausland. Unter anderem war er als Professor für Tanz in Paris tätig und baute eine eigene Tanzgruppe auf. Sihamoni spricht Französisch, Englisch und Tschechisch. Er bestieg 2004 den Thron im Kambodscha. Sihamoni folgte auf seinen Vater, König Norodom Sihanouk, der seinerseits wegen einer Krebsbehandlung in Peking damals abdankte und 2012 starb.

Sihamonis Rolle als König ist weitgehend symbolischer Art. Sie basiert auf einer Vereinbarung, die 1993 zwischen seinem Vater und der politischen Führung des Landes getroffen wurde. Dadurch konnte Norodom Sihanouk nach Jahren im Exil wieder den Thron besteigen.

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