
Laut britischer Studie
Diesen überraschenden Vorteil haben Kaffeetrinker
07.01.2026 – 10:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Regelmäßiger Kaffeekonsum könnte das biologische Alter von Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen verlangsamen. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung.
Psychisch erkrankte Menschen haben eine um bis zu 15 Jahre geringere Lebenserwartung als die Allgemeinbevölkerung. Der frühe Tod wird vor allem durch begleitende körperliche Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bestimmte Krebsarten bedingt, die mit einem fortgeschrittenen chronologischen Alter in Verbindung stehen. Dabei spielen auch verkürzte Telomere eine Rolle.
Eine neue Querschnittstudie des King’s College London hat den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und der Telomerlänge bei 436 Erwachsenen mit schweren psychiatrischen Erkrankungen untersucht. Die Patienten litten entweder an Schizophrenie, schweren affektiven Störungen wie bipolaren Störungen oder depressiven Psychosen.
Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten, die drei bis vier Tassen Kaffee pro Tag tranken, die längsten Telomere aufwiesen. Dies deutet laut Studienautoren darauf hin, dass diese Patienten biologisch etwa fünf Jahre jünger waren als diejenigen, die keinen Kaffee konsumierten. Die Gruppe der Nicht-Kaffeetrinker wies die kürzesten Telomere auf.
Kaffee enthält eine Reihe von bioaktiven Verbindungen, wie Chlorogensäure, Cafestol und Kahweol, die antioxidative Eigenschaften haben und entzündungshemmend wirken. Laut den Forschern könnten diese Substanzen helfen, den natürlichen Zellalterungsprozess zu verlangsamen. Chlorogensäure hat zudem die Fähigkeit, entzündungsfördernde Zytokine zu reduzieren, was den entzündlichen Stress im Körper mindern könnte.
Die Forscher betonen jedoch, dass es sich um eine Querschnittstudie handelt, die lediglich einen Zusammenhang und keine Ursache-Wirkungs-Beziehung beweisen kann. Auch wurde der Koffeingehalt der einzelnen Kaffeearten nicht berücksichtigt, was für die genaue Wirkung von Kaffee auf die Telomerlänge von Bedeutung sein könnte. Zukünftige Studien sollen den Koffeinspiegel und die unterschiedlichen Kaffeegetränke genauer analysieren.