1. FC Köln

El Mala, Transferstrategie, Scouting: So sucht der FC die nächsten Stars


Aktualisiert am 29.07.2026 – 06:45 UhrLesedauer: 3 Min.

Tim Steidten: Der Kaderplaner war zuvor in Bremen, Leverkusen und West Ham tätig. (Quelle: IMAGO/Jan Huebner/imago)

Tim Steidten ist der neue Kaderplaner im Hintergrund der Transfers beim 1. FC Köln. Im Trainingslager spricht der 47-Jährige erstmals über seine Rolle.

Said El Mala bestimmt die Schlagzeilen beim 1. FC Köln. Doch im Hintergrund arbeiten die Verantwortlichen der Geißböcke an einem nachhaltig erfolgreichen Bundesliga-Kader – sportlich und wirtschaftlich. Der FC will sich mit guten Leistungen und steten Transfer-Gewinnen schrittweise nach oben bewegen.

Dafür holte der FC im Frühjahr Tim Steidten, der zuvor in Bremen, Leverkusen und West Ham gearbeitet hatte. Als rechte Hand von Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler ist Steidten als Kaderplaner für das Scouting und Recruiting zuständig. Im Trainingslager in Kitzbühel sprach der 47-Jährige nun erstmals über seine Rolle.

Das sagte Steidten über…

…seinen Aufgabenbereich: „Meine Hauptgebiete sind Scouting und Recruitment, damit verantwortlich für die Scoutingabteilung und die Kaderzusammenstellung. Wir erarbeiten in enger Abstimmung mit Thomas Kessler und René Wagner Profile für Spieler und machen Vorschläge für den Kader. Den Prozess kann man sich folgendermaßen vorstellen: Wir besprechen mit den beiden: Wo wollen wir hin? Was wollen wir spielen lassen? Wie ist unsere Identität? Daraus ergeben sich dann die Profile und Aufgaben für die Scouting-Abteilung.“

…das Scouting: „Daten sind heutzutage ein sehr wichtiger Faktor im Scouting, aber natürlich spielen Videos und Live-Scouting auch eine wichtige Rolle. Wir schauen uns die Spieler auch vor Ort im Stadion oder im Training an. Aber gerade, wenn es um die Bewertung der Profile geht, spielen Daten eine wichtige Rolle.“

Okon-Engstler als Beispiel für das neue Scouting

…die Spielerprofile: „Über den Spielstil möchte ich nicht sprechen, das ist Trainersache. Für meine Abteilung und mich ist nur wichtig, welche Profile und Qualitäten wir in einer Mannschaft brauchen – wie muss sie zusammengestellt sein, damit etwas funktioniert. In unserer Denkweise im Scouting gibt es nicht mehr die klassischen Positionsprofile, wie wir sie früher kannten. Es geht viel mehr um Räume und wie wir sie bespielen wollen. Aus der Analyse der letzten Saison haben sich Themen ergeben, die wir bearbeiten müssen, wie zum Beispiel Standards. Das berücksichtigen wir natürlich auch bei der Auswahl der Profile.“

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…Neuzugang Paul Okon-Engstler: „Paul ist ein gutes Beispiel, weil er in Australien gespielt hat. In einer Liga, die man hier Deutschland vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hat. Auf ihn sind wir durch Datenscouting aufmerksam geworden. Im nächsten Schritt schauen wir dann, ob auch das qualitative Niveau passt. Die australische Liga ist nicht mit der Bundesliga vergleichbar. Deshalb sind Live-Eindrücke dann entscheidend, wie zum Beispiel bei der WM. Wenn diese passen, gehen wir in Gespräche.“

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