
„Mache ich, seit ich Kind bin“
DHB-Star Knorr spricht über ärgerliche Angewohnheit
Aktualisiert am 31.01.2026 – 13:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Selbst nach dem Finaleinzug der DHB-Auswahl bei der Handball-EM übte Deutschlands Spielmacher Juri Knorr noch Selbstkritik. Der Grund war ein besonderer.
Aus Herning berichtet Nils Kögler
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft zog zwar ins Finale der Europameisterschaft ein, doch der deutsche Spielmacher Juri Knorr fand trotzdem einen Grund, um sich selbst zu kritisieren. Mit 31:28 hatte die DHB-Auswahl gegen Kroatien gewonnen und sich damit das Ticket für das Endspiel in der Jyske Bank Boxen von Herning gegen Gastgeber Dänemark gesichert.
Während Knorr im Hauptrundenfinale gegen Frankreich mit zehn Toren noch eine überragende Partie gezeigt und damit den Halbfinaleinzug gesichert hatte, konnte er gegen Kroatien nur in der ersten Halbzeit mit einigen guten Szenen überzeugen. In der zweiten Hälfte, als Deutschland deutlich in Führung ging und den Kroaten davonzog, blieb der 25-Jährige jedoch weitestgehend unsichtbar.
In der Interviewzone der Arena hatte Knorr dafür am Ende auch eine Erklärung parat: „Ich habe zu viel über einen Finaleinzug nachgedacht“, begründete er seine schwächere Leistung, freute sich aber gleichzeitig über die starke Vorstellung seiner Teamkollegen: „Sie machen das überragend und haben es dann geschafft.“
Während der zweiten Hälfte konnte man Knorr immer wieder dabei beobachten, wie er zum Videowürfel über dem Spielfeld hinaufschaute, wo unter anderem die Spielzeit angezeigt wurde. Es schien, als sehnte der deutsche Spielmacher das Ende des Spiels herbei. Ein Eindruck, der nicht täuschte.
Knorr sprach nach dem Spiel offen über diese seiner Meinung nach schlechte Angewohnheit und ging hart mit sich ins Gericht: „Ich mache das jedes Mal und jedes Mal denke ich: Warum?“, schimpfte er über sich selbst. „Das ist ein Handballspiel, es geht 60 Minuten“, erinnerte er sich selbst nochmal an das Offensichtliche und beschrieb die Aufforderung an sich so: „Spiel es jetzt zu Ende und guck nicht da hoch.“