
Nachbarn hörten Schreie
Mann ersticht Seniorin: Polizei nennt neue Details
Aktualisiert am 09.02.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Seniorin wird mit mehreren Messerstichen getötet. Als tatverdächtig gilt ein 23-Jähriger aus der Nachbarschaft. Zwei Tage danach nennt die Polizei Einzelheiten.
Die 75-jährige Frau, die am Samstag tot in ihrem Haus in München gefunden wurde, ist aufgrund mehrerer Stichverletzungen gestorben. Das teilte die Mordkommission am Montag mit. Die Tatwaffe sei ein Messer gewesen, sagte der Leiter der Mordkommission, Armin Ritterswürden. Die Staatsanwaltschaft geht derzeit von Totschlag aus. Als tatverdächtig gilt ein 23-Jähriger, der auf Anordnung des Ermittlungsrichters vorläufig in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht wurde.
Die Polizei war am Samstagabend von Anwohnern der Reihenhaussiedlung im Stadtteil Untergiesing alarmiert worden. Nachbarn hatten Hilferufe gehört. Eine Streife entdeckte daraufhin die getötete Frau im Eingangsbereich ihres Hauses – bei offener Haustür.
Der Tatverdächtige befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Haus, konnte jedoch fliehen. Wenig später sei er im Garten eines Nachbargrundstücks festgenommen worden, sagte Ritterswürden. Bei seiner Festnahme leistete der Mann keinen Widerstand.
Ein Motiv für die Tat konnten die Ermittler bislang nicht nennen. Bei der Bewertung spielt eine mögliche psychische Erkrankung des 23-Jährigen eine Rolle. Ein Kurzgutachten ergab Hinweise auf psychische Probleme des jungen Mannes, die der Polizei bereits vorher bekannt waren. „Denkbar ist am Ende auch eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus, eventuell auch in Kombination mit einer Freiheitsstrafe“, erklärte Juliane Grotz, Sprecherin der Staatsanwaltschaft.
Fest steht, dass Opfer und Tatverdächtiger sich aus der Nachbarschaft kannten. Beide Familien wohnen nach Polizeiangaben schon länger in der Gegend. Ein Streit oder Konflikt zwischen ihnen sei jedoch nicht bekannt.
Die Ermittler müssen nun klären, in welcher Beziehung der Tatverdächtige und die getötete Seniorin standen. Auch wie der 23-Jährige in das Haus der allein lebenden Frau gelangt war, ist Gegenstand der Untersuchungen.