„Sehr viele Situationen mit Männern erlebt“
Judith Rakers wurde mehrfach sexuell belästigt
30.03.2026 – 07:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Als Kind ist Judith Rakers mehrfach Opfer von sexueller Belästigung geworden. Ihr Vater habe sie auf bestimmte Situationen vorbereitet, dennoch erlebte sie schlimme Momente mit Männern.
Judith Rakers und Radiomoderatorin Ariana Baborie sprechen in ihrem Podcast „Baborie & Rakers – Was war los gewesen?“ über die aktuellen Ereignisse rund um Collien Fernandes. „Ich finde diesen Fall fürchterlich“, sagte Rakers. Ihr sei nicht bewusst gewesen, welche Gesetzeslücken „wir in Deutschland haben“. In diesem Zusammenhang hat die 50-Jährige von ihren Erfahrungen mit sexueller Gewalt berichtet.
„Natürlich habe auch ich in meinem Leben schon sehr viele Situationen mit Männern erlebt, die sehr, sehr brenzlig waren – und in denen es auch um sexuelle Gewalt ging“, sagte Rakers in dem Gespräch. Als sie sieben Jahre alt war, wurde sie von einem Mann belästigt. „Ich bin als Kind schon mal Opfer geworden, von einem Mann im Wald, der mich mit seinem Hund bedroht hat“, schilderte Rakers das Erlebte. „Dann hat er meinen Arm genommen und an seinem erigierten Penis gerieben. Das war so die schlimmste Situation.“
Doch es war nicht der einzige Moment dieser Art, den Rakers erfahren musste. Die gebürtige Paderbornerin wuchs bei ihrem alleinerziehenden Vater auf. Er sei immer ein Vorbild für sie gewesen und ein sehr positives Beispiel für einen Mann. Er habe sie schon früh auf die Gefahren, die von Männern ausgehen können, hingewiesen. Er habe ihr versucht, deutlich zu machen, was sie tun soll, „wenn sich mal ein Mann neben mich setzt und anfängt, an sich herumzuspielen“, erinnerte sie sich.
Als sie elf Jahre alt war, „ist es natürlich passiert“, sagte Rakers. Im Bus habe sich eine schreckliche Situation abgespielt. „Ein Mann, der anfängt, an seinem Geschlechtsteil herumzuspielen, während ich daneben sitze und dabei seinen Arm an mir reibt.“ Sie habe dann das getan, was ihr Vater ihr gesagt hatte. „Ich bin aufgestanden und habe gesagt: ‚Hören Sie auf, sich an den Penis zu fassen.'“ Das habe Aufmerksamkeit erregt, viele Fahrgäste hätten sich umgedreht. Der Mann sei daraufhin sofort aufgesprungen und bei der nächsten Station aus dem Bus ausgestiegen.
