
Auch eine Reaktion auf bestimmte Medikamente könnte die Ursache für Juckreiz am ganzen Körper sein, der nachts stärker zu spüren ist. Zu solchen Medikamenten zählen zum Beispiel:
Gegebenenfalls wird die Ärztin oder der Arzt dann prüfen, ob eventuell ein anderes Medikament besser geeignet ist.
Tritt Juckreiz vor allem oder ausschließlich nachts im Bett auf, könnte die Krätze (Skabies) die Ursache sein. Die Erkrankung entsteht durch winzige Krätzmilben. Die weiblichen Exemplare bohren bis zu ein Zentimeter lange Milbengänge in die Haut, um dort Eier abzulegen. Die Gänge sind äußerlich als feine, graue bis hautfarbene Linien unter der Haut sichtbar.
Besonders häufig sind die Seiten der Finger, die Handgelenke, Ellbogen, Achselhöhlen, Knöchel, Zehen und das Gesäß befallen. Auf der Brust oder an der Haut von Penis und Hoden können ebenfalls Gänge entstehen. Am Ende eines Gangs kann die Milbe als ein dunkler Punkt oder ein Bläschen zu sehen sein. Zudem können rote, stark juckende Pusteln, Knötchen oder Bläschen auf der Haut zu erkennen sein. Nach dem Aufkratzen bilden sich Krusten. Der Juckreiz ist dort besonders stark, wo sich die Milben befinden. Er wird ausgelöst, weil das Immunsystem auf die Krätzmilben und ihre Ausscheidungen reagiert.
Nächtlicher Juckreiz ist für Krätze typisch. Betroffene haben einen sehr intensiven Juckreiz, der sich durch die warme Bettwäsche verstärkt. Wird Krätze nicht behandelt, können sich die Milben – und somit das Jucken – weiter ausbreiten.
Auch Würmer führen nicht selten zu Juckreiz, der insbesondere nachts auftritt. Dann ist der Juckreiz jedoch meist nicht am ganzen Körper, sondern im Bereich des Afters zu spüren.
Verschiedene Hauterkrankungen können zu Juckreiz führen, der nachts sehr intensiv ist. Dazu zählen etwa eine Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis. Meist tritt der Juckreiz dann nicht am ganzen Körper auf, sondern an den Hautstellen, die gerade betroffen sind.
Eine Neurodermitis macht sich durch schubweise entzündete Hautstellen (Ekzeme) bemerkbar, die stark jucken können. Häufig entstehen diese im Gesicht, an Hals und Nacken, in den Ellenbeugen, in der Leiste, auf der Kopfhaut oder an Händen und Füßen. Mehr über die Ursachen und Behandlung von Neurodermitis erfahren Sie hier.