Wahlnachlese bei „Lanz“

„Das ist doch Quatsch“: Journalistin kontert AfD-Politiker


Aktualisiert am 24.09.2026 – 07:43 UhrLesedauer: 3 Min.

Kerstin Münstermann bei „Lanz“: Die Journalistin debattierte mit dem AfD-Politiker Leif-Erik Holm. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/teutopress GmbH/imago)

AfD-Mann Holm hat bei Markus Lanz erklärt, was bei der CDU schiefläuft. Gegenwind bekam er von Journalistin Kerstin Münstermann.

Markus Lanz hat sich am Mittwoch um einen Blick hinter die Parteikulissen von CDU und AfD bemüht. Dabei brachte er auch den „Pfingstbrief“ zur Sprache, in dem CSU-Vize Manfred Weber Parteichef Markus Söder im Mai indirekt scharf kritisiert hatte. „Würden Sie Markus Söder als Ihren Freund bezeichnen?“, wollte Lanz wissen. „Wir sind politische Weggefährten seit Jahren und haben unterschiedliche politische Ansätze“, erklärte Weber.

„Mögen sie den?“, bohrte Lanz nach. Er „habe Themen“, die er an Söder „sehr schätze“, erklärte Weber. „Sie können nicht einmal sagen, dass Sie ihn mögen“, schloss Lanz. Es gebe ein „gutes menschliches Miteinander“, führte der CSU-Vize zu Lanz‘ Belustigung aus. „Es wird immer schlimmer“, erklärte der Moderator amüsiert. Man müsse in der Politik nicht jedem in den Arm fallen, beharrte Weber. Seine Partei sei stark, wenn alle Charaktere gut zur Geltung kommen. Deswegen wolle er neben anderen auch einen starken Markus Söder, so Weber.

Die Gäste

  • Manfred Weber, CSU-Vize
  • Leif-Erik Holm, AfD-Politiker
  • Kerstin Münstermann, Journalistin
  • Gerald Knaus, Migrationsforscher

Ob er ausschließe, dass sein Parteigenosse noch einmal einen Versuch starte, Kanzler zu werden, wollte Lanz wissen. Söder selbst habe das mehrfach ausgeschlossen, antwortete Weber. Damit sei alles gesagt. Die CSU wolle eine erfolgreiche CDU-Regierung und unterstütze Bundeskanzler Friedrich Merz trotz Kritikpunkten, machte Weber deutlich. Ein Kanzlertausch stehe nicht zur Debatte. Weber appellierte dafür, den Fokus auf Problemlösungen statt Personaldebatten zu lenken.

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Holm wehrt sich

Nur den Kanzler auszuwechseln, ist für den AfD-Politiker Leif-Erik Holm keine Lösung. „Neuwahlen wären tatsächlich eine gute Lösung“, so sein Ansatz. Schließlich löse ein Personalwechsel die grundlegenden Probleme nicht. Die Union sei „nur noch Mehrheitsbeschaffer für linke Politik“, so seine Analyse. „Das ist doch Quatsch“, hielt Journalistin Kerstin Münstermann dagegen. „Sie spekulieren auf Neuwahlen, weil Ihnen das gerade gut passen würde“, erklärte sie. In einer Demokratie sei es aber nicht vorgesehen, dass man so lange wählt, bis die Mehrheit komme, die einer Fraktion passt.

Ob die AfD die CDU zur Zusammenarbeit bringen wolle, wollte Lanz von Holm wissen. Das wäre ein denkbarer Weg, um der AfD eine Beteiligung an der Regierung zuzusichern, erklärte dieser. „Der Plan der AfD ist doch die Zerstörung der CDU“, provozierte Lanz und verwies darauf, dass sowohl Parteichefin Alice Weidel als auch CDU-Mann Ronald Pofalla dies so gesagt haben. „Das sind polemische Äußerungen, aber darum geht es uns doch gar nicht“, so Holm. Die AfD wolle in die Verantwortung kommen, um bessere Politik für Deutschland zu machen.

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