Mit der Ankündigung eines Großkonzerts im Rheinenergiestadion überrascht Jojo Berger die FC-Fans. Im Interview spricht er darüber, was er sich von dem Konzert erhofft und wieso er trotz aller Krisen auf der Welt positiv bleibt.
Im Gespräch mit t-online spricht Berger über den Band-Traum vom großen Konzert im Stadion, welche Rolle der Karneval für den Querbeat-Erfolg spielt – und darüber, wie man Hoffnung und Lebensfreude auch in schwierigen Zeiten behält.
t-online: Herr Berger, Querbeat hat angekündigt, im kommenden Jahr ein großes Konzert im Rheinenergiestadion zu spielen. Warum ausgerechnet das Stadion für Ihr einziges Köln-Konzert?
Jojo Berger: Ein Solo-Konzert im Rheinenergiestadion, das ist der absolute Band-Traum. Wir haben ja ganz klassisch angefangen: mit Straßenmusik, dann kleine Clubs, später das Gloria, E-Werk, Palladium. In der Lanxess-Arena haben wir mittlerweile zweimal gespielt. Irgendwann haben wir uns gefragt: What’s next? Dass wir im nächsten Jahr auf derselben Bühne stehen dürfen wie die ganz großen Bands, die wir da schon live gesehen haben, zuletzt etwa Travis Scott oder die Red Hot Chili Peppers, verlangt mir viel Respekt ab. Aber auch ganz viel Vorfreude.
Nach der Ankündigung des Konzerts beim FC-Spiel gegen Dortmund sind Sie durch einige Kölner Bars und Kneipen gezogen, um mit den Fans zu singen. Warum?
Für uns war Musik nie dieses klassische „Künstler auf der Bühne, Publikum davor“. Wir haben unseren Fans immer gesagt: „Ihr seid Teil der Show.“ Diese Kneipenaktion war deshalb auch keine klassische Promo-Aktion. Unser Ansatz war: Wir haben noch kein Ticket verkauft und nichts eingenommen – aber wir geben erst mal eine Runde aus, um die Nachricht vom Konzert mit den Kölnern zu feiern. Und gefeiert wird nun mal in der Kneipe, weil wir uns jetzt schon sehr auf das Konzert im nächsten Jahr freuen: Der 12. Juni 2027 soll ein Moment für die ganze Stadt sein, ein großer Tag der Party für alle.
In der Ankündigung des Konzerts ist auch von prominenten Gästen die Rede. Wer kommt denn?
Dazu kann ich noch nichts sagen. Wir haben in den letzten Jahren auf Tour und Festivals viele tolle Künstlerinnen und Künstler kennengelernt. Einige davon sind uns sehr nah geworden. So viel ist sicher: Wir wollen ein Stadion-Konzert liefern, wie es Köln so noch nicht erlebt hat. Wir haben in den letzten Jahren in der Bonner Rheinaue ein Festival veranstaltet. Diesen Vibe wollen wir ins Stadion bringen.
Sie gehören zu den wenigen Kölner Bands, die deutschlandweit erfolgreich sind. Gleichzeitig haben Sie Ihre Wurzeln im Karneval. War das eher Sprungbrett oder auch eine Hürde?
