
Höchstwerte verzeichnet
Januar war „einsatzreichster Monat“ in der Geschichte der Feuerwehr
03.02.2026 – 20:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Berliner Feuerwehr war im Januar so beschäftigt wie noch nie – und verzeichnet einen Rekordwert. Neben Glatteis gibt es noch einen anderen Grund dafür.
Die Berliner Feuerwehr hat im Januar 2026 mit 51.259 Einsätzen den „einsatzreichsten Monat“ in der Geschichte der Behörde verzeichnet. Das geht aus einem internen Dankschreiben hervor, das der „Berliner Zeitung“ vorliegt. Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte dem „Tagesspiegel“ das Schreiben.
Darin sprach der Landesbranddirektor Karsten Homrighausen allein in der letzten Januarwoche von 2.955 Alarmierungen zu Sturzverletzungen durch Glatteis. Die anhaltende Glätte auf Berlins Straßen und Gehwegen belastete den Rettungsdienst demnach extrem.
Am Freitag habe die Einsatzzahl mit 2.270 einen Höchstwert erreicht. Die Feuerwehr hatte daraufhin mehrfach den Ausnahmezustand ausgerufen – die sogenannte Auslastungsstufe 3, die nur in extremen Situationen gilt.
Wegen der Überlastung habe die Leitstelle zeitweise angewiesen, auch Löschhilfsfahrzeuge (LHF) für den Transport von Glätte-Verletzten einzusetzen. Diese Fahrzeuge verfügen jedoch nicht über Medikamente und Tragen, sondern führen Löschausrüstung mit.
Homrighausen benannte in dem internen Schreiben mehrere „Einsatzspitzen“ als Grund für die hohen Januarzahlen. „Das sind heruntergerechnet 1,15 Einsätze pro Minute“, schrieb der Feuerwehrchef. Neben der Glatteis-Situation habe auch der Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf Anfang Januar zur Belastung beigetragen. Am ersten Tag des Blackouts rückte die Feuerwehr den Angaben zufolge zu 1.714 Einsätzen aus.
Die Lage hätte sich zusätzlich verschärft, weil zahlreiche Rettungsstellen in Berliner Krankenhäusern nur noch eingeschränkt arbeiteten und keine neuen Patienten aufnehmen konnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich außerdem die Zahl der Einsätze bei „Sturzverletzten“ mehr als verdoppelt – der Mittelwert lag 2025 bei 1.400 Einsätzen.