Ja-Wort nach Mitternacht – Özdemir und Zaka feiern Hochzeit

Özdemir und Zaka hatten ihre Beziehung im August 2024 öffentlich gemacht. Seither trat das Paar mehrfach gemeinsam bei öffentlichen Veranstaltungen auf. So begleitete Zaka ihren Partner etwa bei den Bayreuther Festspielen und bei der alljährlichen Stallwächterparty der baden-württembergischen Landesregierung in Berlin. Auch beim Landespresseball im vergangenen November liefen die beiden gemeinsam über den roten Teppich.

Für den Grünen-Politiker ist es die zweite Ehe. Er war zuvor 20 Jahre mit der Journalistin Pia Castro verheiratet. Das Paar hatte im November 2023 seine Trennung bekanntgegeben. Özdemir und Castro haben zusammen eine Tochter und einen Sohn.

Schon vor der Hochzeit hatten Özdemir und Zaka bereits Glückwünsche erhalten. Özdemirs Kontrahent bei der Landtagswahl, CDU-Landeschef Manuel Hagel, ließ im Vorfeld ausrichten, er wünsche dem Paar „von Herzen alles erdenklich Gute, Glück, Gesundheit, Gottes Segen und viele gemeinsame, erfüllte Jahre.“

Der 37-Jährige, der selbst seit 2016 mit Ehefrau Franziska verheiratet ist und drei kleine Söhne hat, versucht sein Privatleben aus dem Landtagswahlkampf weitgehend herauszuhalten. Öffentliche Auftritte absolviert er so gut wie nie mit seiner Ehefrau und auch medienwirksame Home-Storys mit Boulevard-Blättern machte Hagel zuletzt ohne seine Familie.

Vor der Hochzeit von Özdemir hatten Medien darüber spekuliert, ob diese möglicherweise auch ein Wahlkampfmanöver sein könnte und darauf verwiesen, dass Hochzeiten im Winter nicht gerade üblich sein. Dem widersprach Tübingens Oberbürgermeister Palmer. Der Valentinstag sei ein beliebter Tag für Hochzeiten. Die Termine im Tübinger Standesamt seien seit langer Zeit ausgebucht, schrieb Palmer in einem Post auf Facebook. „Viele Paare nehmen den Winter in Kauf, um am Tag der Liebe zu heiraten.“

Große Auswirkungen auf den Wahlkampf dürfte die Hochzeit nach Einschätzung eines Politikexperten nicht haben. Man wisse aus der Forschung, dass Spitzenkandidaten bei Wahlen nicht entlang privater Fragen bewertet würden, sondern dass die Themenkompetenz, die den Kandidaten zugeschrieben werde, entscheidend sei. „Über das Unpolitische wie die Frisur, die Kleidung oder das Privatleben wird im Wahlkampf geredet, in der Wahlkabine spielt es aber keine Rolle“, sagte Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider von der Universität Hohenheim.

Er sieht in der Hochzeit sogar ein gewisses Risiko für den Wahlkämpfer Özdemir. Dessen Wahlkampagne sei ohne hin schon sehr stark auf Özdemir als Person zugeschnitten und mit einem Promifaktor versehen, sagte Brettschneider. „Es besteht die Gefahr, dass die Wählerinnen und Wähler sagen: Das ist jetzt zu viel des Guten, das ist eine Überinszenierung.“

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