Massentourismus

Beliebter Küstenort führt Besucherlimit für Bucht ein


Aktualisiert am 05.07.2026 – 12:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Baia del Silenzio: Eine Begrenzung soll die Bucht vor zu großem Andrang schützen. (Quelle: Wilhelm Mierendorf/imago)

Der Strand Portobello in Sestri Levante gilt als einer der schönsten Italiens. Seit Juli dürfen dort nur noch begrenzt viele Menschen gleichzeitig baden.

Die Gemeinde Sestri Levante in Ligurien hat den Zugang zu ihrem bekannten Strand Portobello in der Baia del Silenzio (zu Deutsch: Bucht der Stille) beschränkt. Seit dem 1. Juli dürfen sich dort gleichzeitig höchstens 450 Menschen aufhalten, teilte die Gemeinde dem italienischen Fernsehsender „Telenord“ mit. Die Regelung gilt bis zum 31. August, täglich von 8.30 bis 17.30 Uhr.

Dem Bericht zufolge ist der Strand nur noch über drei kontrollierte Zugänge erreichbar. Zwei weitere Fußgängerzugänge bleiben geschlossen. Der Eintritt ist weiterhin kostenlos, eine Reservierung oder ein Ticket sind nicht nötig.

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Eine beauftragte Sicherheitsfirma zählt Ein- und Austritte an den Zugängen, heißt es weiter. Ist die Höchstzahl von 450 Personen erreicht, werden keine weiteren Besucher eingelassen, bis andere den Strand verlassen. Wer die Bucht kurz verlässt, etwa für einen Kaffee oder ein Mittagessen, könne anschließend zurückkehren.

Bürgermeister verteidigt die Maßnahme

Bürgermeister Francesco Solinas erklärte „Telenord“, der Start am ersten Tag sei gut verlaufen, einzelne Details müssten noch angepasst werden. Die Begrenzung sei notwendig, um die Bucht vor zu großem Andrang zu schützen und Besuchern ausreichend Platz zu bieten. Die Zahl 450 orientiere sich an der tatsächlichen Kapazität des Strandabschnitts, unter Berücksichtigung der Boote eines örtlichen Fischereivereins und der aufgestellten Sonnenschirme.

Die Begrenzung wurde ursprünglich während der Corona-Pandemie eingeführt. Die Gemeindeverwaltung entschied 2023, sie dauerhaft beizubehalten. 2024 habe sich zudem die Präfektur mit der Sicherheitslage in der Bucht befasst, so Solinas. Alle beteiligten Behörden hätten sich für eine Fortführung der Regelung ausgesprochen.

Ausweichmöglichkeit und technische Nachrüstung

Ist der Strand ausgelastet, empfiehlt die Gemeinde, wenige Minuten zu warten oder auf die wenige hundert Meter entfernte Bucht Baia delle Favole auszuweichen. Für die kommende Zeit plant die Gemeinde zudem eine Kamera am Kloster Annunziata, die die Besucherzahl künftig automatisch erfassen soll.

Mit der Maßnahme reiht sich Sestri Levante in eine wachsende Zahl italienischer Urlaubsorte ein, die den Zugang zu beliebten Stränden begrenzen. Auf Sardinien gilt für den Strand La Pelosa bei Stintino etwa eine Obergrenze von 1.500 Besuchern pro Tag, verbunden mit einer vorherigen Reservierung und einer Umweltabgabe von 3,50 Euro.

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