Israel plant Evakuierung bei weiterer Eskalation

Notfallpläne für Touristen

Israel rüstet sich für die Eskalation

27.01.2026 – 17:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Tourismusministerium hat einen detaillierten Evakuierungsplan ausgearbeitet. (Quelle: Mahmoud Illean/AP/dpa/dpa-bilder)

Sollte der Luftraum geschlossen werden, will Israel ausländische Besucher geordnet aus dem Land bringen. Hintergrund sind mögliche Angriffe aus Iran.

Israel bereitet sich auf eine Evakuierung von Touristen vor. Wie „The Jerusalem Post“ berichtet, habe der Generaldirektor des israelischen Tourismusministeriums, Michael Izhakov, einen Notfallplan ausgearbeitet, der zum Greifen komme, sollte der israelische Luftraum geschlossen werden. Grund für die Maßnahme seien mögliche Angriffe aus Iran.

Etwa 42.000 Touristen halten sich derzeit in Israel auf. Die tatsächliche Zahl könnte allerdings noch größer sein, da Israelis mit einer weiteren Staatsbürgerschaft bei der Einreise oft nicht als Touristen erfasst werden, wie Izhakov mitteilt.

Nach früheren Eskalationen, wie dem zwölftägigen Krieg mit Iran 2025, habe man sich auf solche Evakuierungen vorbereitet. Konkret sei dieser Fall seit etwa einem Monat in Planung, so Izhakov weiter.

Der Tourismusminister betonte, es gehe nicht um eine aktuelle Warnung, sondern um Vorsorge. „Das ist allgemeine Vorbereitung. Wir sagen keinen Ärger voraus, aber wir wollen bereit sein.“ Sein Ministerium habe Konzepte aufgestellt, um einen geregelten, sicheren Ablauf gewährleisten zu können. „Wir wollen Gewissheit schaffen – für die Touristen und für alle Beteiligten.“

Es werde ein mehrsprachiges Lage- und Einsatzzentrum eingerichtet, das im Ernstfall in direktem Kontakt mit den Touristen stehen soll. „Wenn und sobald der Himmel geschlossen wird, haben wir die Mittel, und alle Verantwortlichen wissen, was in diesem Moment zu tun ist.“

„Der Staat Israel hat die Telefonnummern derjenigen, die ins Land einreisen – das ist nicht übermäßig kompliziert“, so Izhakov weiter. Die meisten Touristen müssen bei der Einreise sowieso entsprechende Angaben machen. Zudem erfasse das Tourismusministerium die Aufenthaltsorte der Besucher.

All diese Maßnahmen sollen das Ministerium für den Ernstfall vorbereiten: „Es wird keine Situation geben, in der Touristen ohne Orientierung umherirren“, versichert Izhakov laut verschiedener israelischer Medien. „Wir wollen einen Notfallplan haben – selbst wenn wir ihn am Ende nie brauchen.“

Aktie.
Die mobile Version verlassen