Ärger vor der WM

Iran wirft ehemaligen Bundesliga-Stürmer aus der Nationalelf

20.03.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 1 Min.

Sardar Azmoun (l.) jubelt mit Mehdi Taremi: Der Torjäger wird vorerst nicht mehr für „Team Melli“ auflaufen. (Quelle: IMAGO/Mutsu Kawamori)

Eigentlich wollte sich Sardar Azmoun im März bei den Länderspielen gegen Nigeria und Costa Rica präsentieren. Doch daraus wird offenbar nichts.

Irans Nationalteam muss offenbar auf einen seiner bekanntesten Spieler verzichten. Medienberichten zufolge ist Sardar Azmoun aus dem Kader ausgeschlossen worden.

Der 31-Jährige soll die Behörden verärgert haben. Auslöser sei ein Foto gewesen, das Azmoun in sozialen Netzwerken veröffentlichte. Darauf ist ein Treffen mit Dubais Herrscher Mohammed bin Rashid Al Maktoum zu sehen. Die Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten gelten seit Jahren als angespannt.

Zuletzt eskalierte die Lage nach Beginn des Krieges im Nahen Osten, in dessen Verlauf der Iran emiratische Ölfelder und zivile Infrastruktur mit Drohnen und ballistischen Raketen angriff.

Die Nachrichtenagentur Fars, die Verbindungen zu den islamischen Revolutionsgarden hat, beruft sich auf „eine informierte Quelle innerhalb der Nationalmannschaft“. Demnach sei Azmoun aus dem Aufgebot gestrichen worden.

Unterdessen ist die Frauen-Nationalmannschaft des Landes Anfang der Woche nach Iran zurückgekehrt. Zuvor hatten sieben Mitglieder der Delegation in Australien Asyl beantragt. Fünf von ihnen entschieden sich später um, darunter Kapitänin Zahra Ghanbari.

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