Betrieb soll weiter laufen

Trachten-Kette Dollinger ist insolvent

01.04.2025 – 19:54 UhrLesedauer: 1 Min.

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Models in Dirndln: Der Trachtenhändler Dollinger hat Finanzprobleme. (Quelle: Felix Hörhager)

Der Trachtenhändler Dollinger steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Nun ziehen die Geschäftsführer die Reißleine und begeben sich in Insolvenz in Eigenverwaltung.

Das Modeunternehmen Dollinger aus Bad Reichenhall hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das gab das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt. Dollinger ist vor allem für den Vertrieb von Trachten bekannt.

In der Pressemitteilung heißt es, dass der Antrag beim Amtsgericht Traunstein gestellt wurde. Der Geschäftsbetrieb soll in vollem Umfang weiterlaufen. „Alle sieben Filialen in Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Reit im Winkl, Ruhpolding, Salzburg und Traunstein bleiben wie gewohnt geöffnet“, so Dollinger weiter. Als Grund für die Insolvenz werden unwirtschaftliche Mietverträge und mögliche Rückforderungen von Coronahilfen genannt.

Die Geschäftsführer Kathrin und Sebastian Proft leiten das Unternehmen in dritter Generation seit 2012. Laut der Pressemitteilung war die finanzielle Lage schon damals schwierig. In der Folge sei deshalb die Produktpalette auf nachhaltige Marken und eigene Produktion umgestellt worden. Was den Betrieb von Filialen betrifft, ging es bei Dollinger auf und ab. 2019 übernahm das Unternehmen den Salzburger Trachtenhändler Moser. Kurz darauf schloss es aber die Esprit-Läden, die Dollinger in Südostbayern betrieb. Auch einige Dollinger-Standorte wurden 2024 bereits geschlossen.

Wie es auf längere Sicht für die Filialen und die Mitarbeiter des Unternehmens weitergeht, soll in den kommenden Wochen mit dem gerichtlich bestellten Sachverwalter erarbeitet werden.

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