Sonst drohen teure Schäden

Insektenreste beseitigen: Diesen Fehler unbedingt vermeiden


Aktualisiert am 07.04.2026 – 11:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Trüben die Sicht und schädigen den Lack: Insektenreste lässt man besser nicht zu lange am Auto. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn)

Schmutzige Insektenreste auf Lack und Scheibe sind im Sommer gefährlich. Wer falsch reagiert, riskiert dauerhafte Lackschäden oder den plötzlichen Blindflug am Steuer. Vor allem eine weitverbreitete Gewohnheit wird zum Risiko.

In der warmen Jahreszeit sind Autofront und Windschutzscheibe schnell übersät mit einer schmierigen Schicht. Diese Reste sollten dort nicht lange bleiben. Die Mischung aus Eiweiß und Chitinpanzern brennt sich mit der Zeit regelrecht in den Klarlack ein und zerstört die Oberfläche.

Auf der Scheibe wird der Dreck zur Gefahr, denn verschmierte Reste beeinträchtigen die Sicht. Steht die Sonne tief, blendet sie den Fahrer schlagartig. Doch Vorsicht: Schalten Sie vor Kurven oder in brenzligen Situationen niemals unbedacht die Scheibenwischer ein.

Selbst wenn das Wischwasser Proteinlöser enthält, braucht es oft mehrere Wischbewegungen, bis der Schmutz die Sicht freigibt. In dieser Zeit fahren Sie blind. Wer noch Winterreiniger im Behälter hat, verschmiert die Scheibe meist noch stärker. Nutzen Sie deshalb Pausen oder den Tankstopp, um Scheiben und Scheinwerfer von Hand zu reinigen.

Öffnen Sie die Motorhaube und sichern Sie sie mit der Haltestange. Der Behälter für das Scheibenwischwasser befindet sich in der Regel seitlich im Motorraum, ist weiß oder transparent und an einem blauen Schnapp- oder Schraubverschluss mit Scheibenwischersymbol zu erkennen.

Öffnen Sie den Verschluss und füllen Sie den Behälter bis zum Rand mit Wischwasser. Verschließen Sie den Behälter anschließend wieder. Achten Sie darauf, dass der Deckel fest sitzt.

Reinigen Sie das Auto am besten sofort nach einer langen Fahrt. Wenn Sie Tage oder Wochen warten, brennen sich die Reste fest. Wichtig: Arbeiten Sie dabei im Schatten.

Achten Sie auf Qualität und sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Wählen Sie ein geprüftes Produkt, da minderwertige Reiniger Lack, Gummidichtungen oder Kunststoffgläser der Scheinwerfer angreifen können. Mit einem Qualitätssiegel hingegen sind Sie auf der sicheren Seite.

Nutzen Sie auch keine Hausmittel wie Spülmittel oder Topfbürsten. Was in der Küche hilft, vertragen manche Autoteile nicht. Greifen Sie stattdessen zu Wasser, weichen Schwämmen und Mikrofasertüchern. Auch Reste von Veloursteppichen oder spezielle Insektenschwämme aus dem Handel eignen sich, um den Lack schonend zu reinigen.

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