„Individuell interpretierbar“

„Tatort“-Ende löst beim TV-Publikum Verwirrung aus


20.04.2026 – 11:02 UhrLesedauer: 2 Min.

„Tatort: Innere Angelegenheiten“: Awin Erfany spielt die Rolle von der Zeugin Shirin Mirsa. (Quelle: SWR/Benoît Linder)

Der jüngste „Tatort“ aus Freiburg lässt viele Zuschauende ratlos zurück. Der Grund: Ein Ende, mit dem man so nicht gerechnet hätte.

Am Sonntag ermittelte die Kriminalpolizei aus dem Schwarzwald. Als die eigenen Kollegen im Verdacht stehen, wird es für die Ermittler sehr ungemütlich. In dem Krimi mit dem Titel „Innere Angelegenheiten“ geht es um einen Toten in einem Nachtclub. Sechs Polizisten wollen bezeugen, wer der Mörder ist. Doch dann machen sich Zweifel unter den Beamten breit. Schnell wird klar: Hier stimmt etwas nicht.

Den Krimi verfolgten am Abend 7,20 Millionen Zuschauende. Damit lag das Erste seinem Namen gebührend auf dem ersten Platz. Der Anteil beim jungen Publikum lag laut „Quotenmeter“ bei guten 22,5 Prozent. Einige Zuschauer äußerten sich im Anschluss per Mail bei t-online und teilten ihre Meinung zum Film mit.

Die war eindeutig positiv. Es gab nur sehr wenig Kritik für den Streifen mit Kommissarin Franziska Tobler (Eva Löbau) und Kommissar Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner). „Dieser Tatort war seit Langem ein Lichtblick. Es war eine sehr realistische Beschreibung einer möglichen Konfliktsituation während eines Polizeieinsatzes innerhalb einer Einsatztruppe“, schrieb t-online-Leserin Johanna Sauerbaum-Grantzow. Ihrer Meinung nach habe der Film eine „wirklich vertrauensstiftende Botschaft“.

Als „ausgezeichnet“ bewertet eine weitere Leserin den Krimi. Bei dem „Tatort“ handele es sich um „ein Drama, das zeigt, wie schwer es ist, bei der Wahrheit zu bleiben“. Der t-online-„Tatort“-Kritik, dass das Ende des Films enttäuscht, kann der Leser Falk H. Koenemann nicht zustimmen. „Selten war ich so gebannt wie heute, und das bis zum Schluss“, schreibt er. „Es war faszinierend, wie sich entgegen der konfrontativen Situation zwischen Ermittlern und iranisch-stämmigen Verdächtigen und Zeugen dennoch ein Vertrauensverhältnis aufbaut.“

Bei anderen Lesern sorgte das Ende für Verwirrung. In den letzten Minuten macht etwa Andreas Bader eine andere Person als Täter aus. „Meiner Meinung nach war und bleibt immer noch der Dienstgruppenleiter der Täter“, schreibt er. Gezeigt worden war allerdings, dass Polizistin Pia (Caroline Hellwig) die Schuld auf sich nahm. Für den t-online-Leser tat sie dies aber nur aus Angst vor ihrem Vorgesetzten.

„10 von 10 Sternen für den Tatort aus dem Schwarzwald“, vergeben Katja und Wolfgang Düsener. Für sie handelt es sich bei dem ARD-Film um ein „offenes Ende“, bei dem die „Polizeibeamtin aus Notwehr gehandelt“ hat. Dies sei allerdings auch „für jeden Zuschauer individuell interpretierbar“.

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