Auswertung von fünf Faktoren
In dieser Stadt schläft es sich besonders schlecht
Aktualisiert am 21.10.2026 – 01:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Lärm, Licht, Hitze, Feinstaub, Nachtleben – fünf Faktoren bestimmen, wie ruhig die Nacht wird. Eine neue Analyse vergleicht die 20 größten deutschen Städte.
Wuppertal bietet unter den 20 größten deutschen Städten die günstigsten Bedingungen für einen erholsamen Schlaf. Das geht aus dem Sleep Well Index Germany 2026 hervor, den der Haushaltsgerätehersteller Coway Europe auf Basis von Messdaten aus dem Jahr 2025 und dem Sommer 2026 erstellt hat. Das Schlusslicht bildet Frankfurt am Main.
Für den Index wurden fünf Faktoren gemessen, die den Schlaf von außen beeinflussen: Himmelshelligkeit, Feinstaubbelastung, Verkehrslärm, die Zahl der Tropennächte und die Dichte der Barszene. Jeder Faktor fließt mit bis zu 20 Punkten in den Gesamtwert ein, der maximal 100 Punkte erreichen kann. Wuppertal kommt auf 86,4 Punkte. Dahinter folgen Bielefeld (75,2), Hannover (73,2), Leipzig (70,5) und Nürnberg (70,2).
Das Muster ist deutlich: Mittelgroße Städte belegen die vorderen Plätze, während Millionenstädte und Metropolen an Rhein, Main und Neckar hinten anstehen. Die Städte an der Spitze stechen dabei selten in einem einzelnen Faktor heraus, fallen aber auch nirgends stark ab. Am unteren Ende kommen mehrere Belastungen zusammen: heller Nachthimmel, viele Menschen in Hörweite stark befahrener Straßen, dichte Ausgehviertel und höhere Feinstaubwerte.
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Großstädte auf den letzten Plätzen
Die letzten vier Plätze belegen Frankfurt am Main (24,1 Punkte), Düsseldorf (41,0), Stuttgart (46,9) und Berlin (47,3). Jede dieser Städte hat dabei einen eigenen Schwerpunkt: Frankfurt weist die dichteste Barszene auf, Düsseldorf den höchsten Anteil lärmbelasteter Einwohner, Berlin den hellsten Nachthimmel.
Stuttgart ist ein besonderer Fall: Beim nächtlichen Verkehrslärm gehört die Stadt zu den leisesten im Vergleich, landet aber wegen der Hitze und einer der dichtesten Barszenen weit hinten. Der Sommer 2026 traf vor allem den Süden: In Stuttgart, Frankfurt und Mannheim blieb es in deutlich mehr Nächten über 20 Grad als im Norden und Westen, wo Hamburg, Bremen und Bielefeld nur wenige solcher Tropennächte zählten.
