Verborgene Gefahr
Erdbeben-Risiko in Deutschland – diese Regionen sind gefährdet
Aktualisiert am 01.04.2026 – 04:39 UhrLesedauer: 3 Min.
Ruhig ist Deutschland nur an der Oberfläche: Mehrere Regionen gelten als Erdbeben-Risikogebiete. Von der Kölner Bucht bis Ostthüringen baut sich unterirdisch Spannung auf.
Dresden, 1. Februar 2025, 9.12 Uhr: An diesem Samstagmorgen bebt zwischen Dresden und Pirna die Erde. Es werden zahlreiche Erschütterungen gemeldet. Das Erdbeben ist in einem Umkreis von 40 bis 60 Kilometern spürbar, meldet das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG). In der Regel verursachen Beben dieser Stärke keine Schäden, auch jetzt werden keine gemeldet.
Trotzdem sind die Erschütterungen ungewöhnlich stark. „Das aktuelle Ereignis mit einer Magnitude 2,6 gehört zu den größeren der letzten Jahrzehnte“, erklärt das Landesumweltamt. „Durch die Lage im Ballungsgebiet zwischen Pirna und Dresden und der für Beobachtungen günstigen Uhrzeit wurde das Beben durch sehr viele Menschen deutlich wahrgenommen“, lautet die Erklärung.
„Ein dumpfes Grollen, als ob ein Gewitter wäre oder das Haus einstürze würde“, beschreibt ein Zeuge das Geschehen. Ein anderer meldet: „Dumpfer Knall (wie Explosion), danach vibrierte es, sogar die Gläser im Schrank haben geklirrt!“
Die Erde ist in Bewegung, manchmal kaum spürbar, manchmal mit einem unüberhörbaren Grollen. Besonders in bestimmten Regionen – dem Rheingebiet, auf der Schwäbischen Alb sowie in Ostthüringen und Westsachsen – kommt es immer wieder zu kleineren Erdbeben. Meist sind es nur sanfte Erschütterungen, kaum mehr als ein kurzes Vibrieren unter den Füßen. Doch es gibt Momente, in denen die Kraft tief aus dem Inneren des Planeten zu spüren ist. Wenn die Erde sich ruckartig verschiebt, können Gebäude erzittern, Fensterscheiben klirren und Wände feine Risse bekommen.
Im Video | Erdbeben in Deutschland: So hoch ist die Gefahr
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