Kaufkraft entscheidet

In diesen Landkreisen geht es den Menschen gut


13.04.2026 – 14:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Frau zählt Geldscheine: In bestimmten Regionen verdient man deutlich besser als in anderen. (Quelle: Sergii Kozii/getty-images-bilder)

Die Einkommensunterschiede variieren in Deutschland zum Teil stark. Das wirkt sich auch auf die Kaufkraft aus. Eine neue Analyse zeigt, wo man in Deutschland am besten dasteht.

Der mittlere Bruttojahresverdienst liegt in Deutschland bei 54.066 Euro, das hat jüngst das Statistische Bundesamt (Destatis) mitgeteilt. Somit verdiente die Hälfte der Beschäftigten mehr oder genau diesen Betrag, während die andere Hälfte weniger erhielt. Das Durchschnittseinkommen liegt aber etwas höher, da besonders hohe Gehälter den Schnitt verzerren. Im Schnitt verdienen Deutsche 64.441 Euro.

Was man mit diesem Geld alles anfangen kann, das hängt ganz erheblich vom Wohnort ab. Denn die reale Kaufkraft einer Person hängt nicht nur davon ab, wie hoch das eigene Gehalt und wie hoch die Steuer- und Abgabenlast ist, sondern auch davon, ob die Miete besonders hoch ist, die Lebensmittel besonders günstig sind oder ob man mit Auto oder Fahrrad zur Arbeit kommt.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat diese beiden Datensätze nun in einer Kurzstudie zusammengeführt. Daraus hat es ein „reales Einkommen“ ermittelt, das aufzeigt, wo man mit seinem Gehalt am komfortabelsten leben kann. Dadurch entsteht ein „preisbereinigtes Durchschnittseinkommen“, das teilweise überrascht.

So können sich die Menschen in der Stadt Heilbronn (Baden-Württemberg) am meisten leisten, sie haben das höchste preisbereinigte Durchschnittseinkommen in Höhe von 39.424 Euro pro Kopf. Am wenigsten haben die Offenbacher (Hessen), deren preisbereinigtes Einkommen nur 21.430 Euro beträgt. Besonders gut geht es auch den Bewohnern der Landkreise Starnberg und Rhön-Grabfeld (beide Bayern). Am anderen Ende der Skala dominieren Landkreise in Nordrhein-Westfalen (Gelsenkirchen, Duisburg, Herne) sowie Teile Brandenburgs und Sachsen-Anhalts.

Die Ökonomen weisen jedoch darauf hin, dass nicht überall gute Datensätze verfügbar sind. So fehlen Teile der Steuerstatistiken für Heilbronn seit 2021, sie müssen erst noch fortgeschrieben werden. Möglicherweise würde die Stadt etwas schlechter im Ranking abschneiden, wenn man vollständige Daten hätte, schreibt das IW.

Das sind die Top-10-Landkreise mit der besten Kaufkraft:

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