Impfsaison beginnt

Dieses Jahr: Besonderheit bei der Covid-Impfung


04.10.2026 – 06:55 UhrLesedauer: 2 Min.

Covid-Impfung (Symbolbild): Der ideale Zeitpunkt ist der Frühherbst. (Quelle: xJackFx via imago-images.de/imago-images-bilder)

In diesem Jahr ändert sich bei der Corona-Impfung gleich an mehreren Stellen etwas: Es geht um die Impfstoff-Variante und darum, wer überhaupt noch regelmäßig geimpft werden soll.

Die neue Impfsaison gegen Corona hat begonnen. Erstmals stehen Impfstoffe gegen zwei verschiedene Virusvarianten bereit. Was bedeutet das? Und spielt es eine Rolle, welche Variante man bekommt?

Zwei Impfstoff-Varianten, aber gleiches Ziel

Für die Saison 2026/2027 empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) zugelassene mRNA- und proteinbasierte Impfstoffe mit einer von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Europäischen Arzneimittelbehörde (Ema) empfohlenen Variantenanpassung.

Die WHO hat empfohlen, für die kommende Saison wie im Vorjahr Impfstoffe mit Anpassung an die Omikron-Untervariante LP.8.1 zu nutzen. Die Ema hat dagegen die Variante XFG als Grundlage für die Impfkampagne 2026/27 vorgeschlagen.

Was bedeutet das für Patienten?

Die beiden Varianten LP.8.1 und XFG sind eng miteinander verwandt und stammen beide von der JN.1-Variante ab. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) ist zu erwarten, dass Impfstoffe, die gegen LP.8.1 oder XFG gerichtet sind, gleich gut vor schweren Covid-19-Erkrankungen schützen.

Aus dem zentralen Bundeskontingent stehen weiterhin LP.8.1-adaptierte mRNA-Impfstoffe für Erwachsene von Pfizer/Biontech zur Verfügung. Diese sollen bei Personen ab zwölf Jahren bis zum 28. Februar 2027 – dem Verfallsdatum des Impfstoffs – priorisiert eingesetzt werden, heißt es vom GKV-Spitzenverband Bund auf Nachfrage der „Pharmazeutischen Zeitung“ (PZ). Danach kommen für Jugendliche und Erwachsene die XFG-angepassten Impfstoffe zum Einsatz.

Stiko ändert Impf-Empfehlung

Eine weitere Änderung im Gegensatz zum letzten Jahr: Die Stiko sieht für gesunde Erwachsene keine Notwendigkeit mehr, gezielt drei SARS-CoV-2-Antigenkontakte anzustreben. Auch bei den Auffrischimpfungen verschiebt sich der Fokus.

Bislang empfahl die Stiko eine jährliche Booster-Impfung – also eine Auffrischung des vorhandenen Schutzes – ab 60 Jahren. Diese Altersgrenze steigt nun auf 75 Jahre. Mehr Informationen zu den Hintergründen der geänderten Stiko-Empfehlung und für welche Menschen die Impf-Empfehlung unabhängig vom Alter bestehen bleibt, finden Sie hier.

Impfzeitpunkt: Corona vor der Grippe planen

Eine weitere Neuerung betrifft den Zeitpunkt der Impfung. Die jährliche Auffrischung soll möglichst zu Beginn der Covid-19-Saison stattfinden, also im Spätsommer oder frühen Herbst. Wer diesen Zeitpunkt verpasst, kann die Impfung im weiteren Verlauf der Saison nachholen.

Stiko und RKI weisen darauf hin, dass Covid-19 und Influenza, also die Grippe, derzeit saisonal unterschiedlich verlaufen. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Corona-Impfung zeitlich vor der Grippeimpfung einzuplanen. So bleibt genug Abstand, und das Immunsystem kann auf beide Impfungen nacheinander reagieren.

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