Senatszahlen ausgewertet

In diesem Bezirk leben die meisten gefährlichen Hunde in Hamburg


03.04.2026 – 07:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein American Staffordshire Terrier: Ein ähnliches Tier hat in der Nähe von Karlsruhe zwei Polizisten verletzt. (Quelle: Symbolbild/Anka Agency International/imago-images-bilder)

In Hamburg sind hunderte Tiere als gefährlich eingestuft. Welche Rassen automatisch eingestuft werden – und welche Pflichten Hundehalter haben.

In Hamburg sind aktuell 883 Hunde als gefährlich eingestuft. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Sandro Kappe hervor. Grundlage sind Daten aus dem Hunderegister (Stichtag 13. März 2026).

Besonders viele dieser Hunde leben im Bezirk Wandsbek (197). Dahinter folgen Hamburg-Mitte (185) sowie Eimsbüttel (87) und Hamburg-Nord (79). Vergleichsweise niedriger sind die Zahlen in Harburg (68), Altona (66) und Bergedorf (63).

Die Einstufung erfolgt entweder aufgrund der Rasse oder wegen individuellen Verhaltens. Rottweiler und Rottweiler-Mischlinge sowie auch American Staffordshire Terrier und entsprechende Mischlinge gehören in mehreren Bezirken zu den zahlenmäßig stärksten Gruppen.

Auch Pitbulls, Bullmastiffs, Bordeauxdoggen, Kangals und Dogo Argentinos sowie größere Herdenschutzhunde wie der Kaukasische Ovtcharka oder der Anatolische Hirtenhund tauchen in den Zahlen auf.

In seiner Anfrage hatte Kappe auf die steigende Zahl von Hunden in Hamburg verwiesen und die Frage gestellt, ob Kontrolle und Regelungen noch ausreichend greifen. Vor diesem Hintergrund interessierte ihn auch, wie viele Tiere als gefährlich gelten und wie sie über das Stadtgebiet verteilt sind.

Das Halten solcher Hunde ist in Hamburg grundsätzlich verboten und nur mit behördlicher Erlaubnis möglich. Als gefährlich gelten unter anderem American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier.

Bei weiteren Rassen wie Rottweiler, Kangal oder Bullmastiff wird eine Gefährlichkeit vermutet, solange Halter nicht das Gegenteil nachweisen. Zudem können Hunde unabhängig von der Rasse als gefährlich eingestuft werden, etwa wenn sie Menschen oder Tiere beißen, aggressiv auftreten oder unkontrolliert jagen.

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