Julian Nagelsmanns Geheimnisse

Die drei ???


31.05.2026 – 10:51 UhrLesedauer: 3 Min.

Julian Nagelsmann gestikuliert am Seitenrand: Der Bundestrainer kennt den Großteil seiner WM-Elf bereits.

Julian Nagelsmann gestikuliert am Seitenrand: Der Bundestrainer kennt den Großteil seiner WM-Elf bereits. (Quelle: IMAGO/Maximilian Koch)

Der Großteil der deutschen WM-Startelf steht. Doch ein paar Plätze sind noch zu vergeben. Wer macht das Rennen?

Aus Mainz berichtet Benjamin Zurmühl
Eine WM hat die deutsche Nationalmannschaft in diesen Tagen bereits hinter sich gebracht: die Uno-Weltmeisterschaft. Das verriet Bundestrainer Julian Nagelsmann lächelnd am Samstag auf der Pressekonferenz vor dem deutschen Testspiel gegen Finnland (ab 20.45 Uhr im Liveticker bei t-online). „Da wurden mehrere Räume unterhalten von ein paar Uno-Spielern. Da ging es anscheinend um ganz große Titel“, sagte Nagelsmann, während sein Nebenmann Jamal Musiala lachte.

Musiala hatte zu den Uno-Spielern gezählt und berichtete: „Es haben viele gewonnen. Leroy (Sané, Anm. d. Red.) hat zuerst gewonnen, aber es war lustiger, wer verloren hat. Einmal war es Flo (Wirtz), der musste dann etwas ganz Lustiges machen. Er musste zum Trainer gehen und etwas sagen.“ Was er ihm sagen musste, behielten Musiala und Nagelsmann aber für sich.

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Auf die Uno-WM folgt in zwei Wochen die Fußball-WM. Am 14. Juni, in exakt zwei Wochen, findet das deutsche Auftaktspiel gegen Curaçao statt. Wie die deutsche Mannschaft dann aussehen soll, zeichnet sich bereits ab. Acht Positionen sind mehr oder weniger vergeben. Drei Fragezeichen hat die deutsche Startelf noch. Anders als in der beliebten Hörspielserie heißen diese aber nicht Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, sondern defensives Mittelfeld, Rechtsaußen und Mittelsturm.

Im Tor wird Manuel Neuer stehen, die Abwehr besteht aus David Raum (links), Joshua Kimmich (rechts) sowie Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck im Zentrum. Im defensiven Mittelfeld geht ein Platz an Aleksandar Pavlović und eine Reihe weiter vorn sollen Jamal Musiala und Florian Wirtz wie bei der Heim-EM 2024 zu „Wusiala“ werden. Die restlichen Positionen ist umkämpfter.

Das defensive Mittelfeld

In der 4-2-3-1-Formation, in der die DFB-Elf grob angeordnet ist, ist neben Aleksandar Pavlović noch ein Platz frei. Als Favorit galt zuletzt Leon Goretzka, der zwar kein klassischer „Sechser“ ist, dafür aber eine gewisse Dynamik in die Offensive mitbringt, die der Bundestrainer zu schätzen weiß. Denn mit Goretzka gibt es mehr Torgefahr bei eigenen Flanken, da der 31-Jährige gerne in den Strafraum drängt.

Am Sonntag gegen Finnland wird aber Felix Nmecha neben Pavlović spielen, wie Nagelsmann erklärte. Dabei hatte er dieses Duo eigentlich ausgeschlossen. Zumindest sagte Nagelsmann in einem im März erschienenen Interview im „Kicker“ auf die Frage, ob das Duo Nmecha/Pavlović nicht eine Lösung sei: „Wir brauchen für den offensiveren Part ein etwas anderes Profil, aber einer von beiden hat auf jeden Fall gute Chancen, zu spielen.“ Gegen Finnland will er sie dann doch zusammen testen. Ein Umdenken? Es bleibt abzuwarten.

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