
Sorge um Mobilität
Steigende Kosten: Autofahren wird immer mehr zum Luxus
27.01.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Viele Halter behalten ihr Auto länger und sparen bei Reparaturen. Der neue DAT-Report zeigt, wie sich Mobilität unter Kostendruck verändert.
Die Menschen in Deutschland fahren wieder mehr Auto: Die durchschnittliche Jahresfahrleistung privater Pkw-Halter ist laut DAT-Report 2026 der Deutschen Automobil Treuhand zum zweiten Mal in Folge gestiegen – auf 13.140 Kilometer (Vorjahr: 12.560 Kilometer). Die größte Steigerung entfiel auf den Arbeitsweg – und für rund 80 Prozent bleibt das Auto unverzichtbar.
Gleichzeitig altert der Fahrzeugbestand weiter: Viele Menschen entscheiden sich, ihr Auto länger zu fahren – auch wenn das mit Kompromissen verbunden ist.
76 Prozent der Pkw-Halter gaben an, ihr aktuelles Fahrzeug bewusst länger behalten zu wollen – unter anderem, um die technologische oder politische Entwicklung bei der Elektromobilität abzuwarten.
80 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer und rund 70 Prozent der Neuwagenkäufer sagten, der Kauf ihres aktuellen Autos sei absolut notwendig gewesen. Viele Autokäufe waren zuvor aufgeschoben worden – jetzt sei es nicht mehr anders gegangen. Bei 33 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer waren hohe Reparaturkosten ausschlaggebend für den Fahrzeugwechsel. Aber auch hier scheint es, dass mehr die Notwendigkeiten als die Wünsche die schlussendliche Auswahl beeinflusst haben: Rund 60 Prozent der Käufer haben ein anderes Auto gekauft als ursprünglich geplant – etwa bei Antrieb, Modell oder Marke.
Auch ein Grund: die hohen Preise. Mit 18.310 Euro im Schnitt bezahlten Gebrauchtwagenkäufer zwar etwas weniger als im Vorjahr, aber seit 2022 verharren die Preise auf einem Hochplateau. Auch aufgrund dieser Preise mussten 49 Prozent aller Gebrauchtwagenkäufer auf eine Finanzierung zurückgreifen. Für einen Neuwagen haben die privaten Autokäufer im Schnitt 44.560 Euro bezahlt.
Die Kosten für Wartung und Reparatur sind deutlich gestiegen: Wer 2025 sein Auto hat warten lassen, bezahlte 542 Euro. Eine durchschnittliche Reparatur kostete 604 Euro. Im Vergleich zu 2020 bedeutet das eine Steigerung um 27 bis 30 Prozent.