Arbeitskampf bei Ford in Köln
IG Metall fordert Rekordabfindung von 200.000 Euro
27.03.2025 – 05:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Die US-Mutter lässt Ford in Köln eiskalt fallen. Nun fordert die Gewerkschaft IG Metall ein millionenschweres Sicherheitsnetz und droht mit Arbeitskampf.
Die IG Metall verschärft den Ton im Tarif-Konflikt mit Ford in Köln. Nach Aufhebung der Patronatserklärung durch die US-Konzernmutter fordert die Gewerkschaft einen Sozialtarifvertrag mit einem Sockelbetrag von 200.000 Euro pro Beschäftigtem. Zusätzlich sollen ein Drittel-Jahresgehalt pro Beschäftigungsjahr sowie 10.000 Euro pro Kind gezahlt werden.
Die IG Metall droht mit Warnstreiks, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. „Die ersten Verhandlungstermine für die nächsten drei Wochen wurden bereits vereinbart und wir werden diese auch bald mit Warnstreiks begleiten“, erklärt Kerstin Klein, Verhandlungsführerin der IG Metall Köln-Leverkusen.
„Wir wollen für ein solides Zukunftskonzept zur Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze kämpfen“, sagt IG-Metall-Sprecher David Lüdtke. Die Gewerkschaft verlangt ein Sicherheitsnetz für alle Beschäftigten – auch für diejenigen, die bleiben oder deren Tätigkeitsbereiche ausgelagert werden. Nach Angaben von Betriebsratschef Benjamin Gruschka steht die Belegschaft „geschlossen“ hinter den Forderungen.