„Ich finde ihr Verhalten entsetzlich“ – Kritik an Jutta Leerdam

„Ich finde ihr Verhalten entsetzlich“

Selbstdarstellung? Kritik an Olympia-Teilnehmerin


05.02.2026 – 09:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Niederländerin Jutta Leerdam zieht gerne die Blicke auf sich. (Quelle: IMAGO)

Die Olympischen Spiele werden vereinzelt auch von Sportlerinnen und Sportlern genutzt, um sich selbst zu inszenieren. Ein Fall sorgt in den Niederlanden für Kontroverse.

Wenn am Freitag um 20 Uhr die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo starten (im Liveticker bei t-online), steht Jutta Leerdam einmal mehr im Fokus. Wie schon vor vier Jahren in Peking gehört die 27-Jährige zu den bekanntesten Gesichtern der Spiele. Die Eisschnellläuferin aus den Niederlanden reiste nicht mit dem restlichen Oranje-Team an, sondern im Privatjet in die Lombardei. An Bord: Deko und Törtchen mit der Aufschrift „Viel Erfolg, Jutta“.

Leerdam führt eine öffentliche Beziehung mit Influencer und Boxer Jake Paul (29). Der Amerikaner hatte sich im Dezember in einem Kampf vom Briten Anthony Joshua (36) verprügeln lassen. Auf Instagram verfolgen rund fünf Millionen Menschen den Alltag der Niederländerin. Die Olympia-Zweite von Peking über 1000 Meter und siebenmalige Weltmeisterin stößt damit nicht überall auf Zustimmung.

Vor allem in den Medien wird ihr Auftreten kritisch gesehen. Johan Derksen (77), Ex-Journalist und früherer Fußballer unter anderem beim SV Meppen, fand in der TV-Sendung „Vandaag inside“ deutliche Worte. Derksen sagte: „Sie sollte das von sich aus wollen. Sie lebt doch schon wie eine Millionärin, mit Privatjets und allem Drum und Dran.“ Und weiter: „Ich finde ihr Verhalten entsetzlich, wie das einer Diva. Aber sie ist nicht anders als die anderen Eisschnellläuferinnen, die Linienflüge nehmen. Ich finde das absolut lächerlich. Als Trainer hätte ich das nicht toleriert.“

Etwas differenzierter äußerte sich Valentijn Driessen (62) von der Tageszeitung „De Telegraaf“. Driessen sagte: „Man sieht fast nur Jutta. Man könnte fast meinen, sie sei die einzige Vertreterin der Niederlande. Aber sie rückt den Eisschnelllauf definitiv auf die internationale Landkarte.“

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