Panne im Fernverkehr

ICE fährt einfach durch – Fahrgäste müssen umkehren

Aktualisiert am 19.10.2026 – 08:25 UhrLesedauer: 1 Min.

Der ICE fuhr in Fulda einfach durch. (Symbolbild) (Quelle: Michael Matthey/dpa/dpa-bilder)

Ein Lokführer vergisst einen planmäßigen Halt. Für die betroffenen Fahrgäste bedeutet das einen unfreiwilligen Umweg.

Der ICE 596 von Frankfurt am Main nach Berlin hat am Sonntagnachmittag den planmäßigen Halt in Fulda überfahren, weil der Lokführer den Stopp vergessen hatte. Der Zug hielt stattdessen im rund 18 Kilometer entfernten Hünfeld.

Alle Fahrgäste mit Ziel Fulda mussten in der Kleinstadt in Osthessen aussteigen und mit einem Regionalzug zurückfahren. Weil der ICE für den dortigen Bahnsteig zu lang war, blieben die Türen der Wagen der 1. Klasse in Hünfeld geschlossen.

Eine Schaffnerin informierte die Reisenden per Durchsage. Laut einer mitfahrenden dpa-Reporterin erklärte sie dabei, dass sie es nicht mehr rechtzeitig geschafft habe, den Lokführer auf den Halt hinzuweisen.

Entschädigung möglich

Der Bahnsprecher entschuldigte sich ausdrücklich: „Wir bitten alle Fahrgäste ausdrücklich um Entschuldigung.“ Zugleich wies er darauf hin, dass betroffene Passagiere im Rahmen der Fahrgastrechte eine Entschädigung beantragen könnten.

Bereits der Start in Frankfurt verlief nicht reibungslos. Wegen überfüllter Wagen forderte das Zugpersonal die Fahrgäste auf, sich im Zug zu verteilen. Der ICE fuhr deshalb mit rund 15 Minuten Verspätung ab. Planmäßig hätte er um 16.15 Uhr starten und über Fulda, Eisenach, Erfurt, Leipzig und Wittenberg nach Berlin fahren sollen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein ICE einen vorgesehenen Halt auslässt. Wolfsburg in Niedersachsen war in den vergangenen Jahren mehrfach betroffen: Dort fuhren Züge wiederholt ohne den geplanten Stopp durch.

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