Minus 80 Grad Celsius

Hurrikan „Polo“ droht zum Monster-Sturm zu werden


22.09.2026 – 02:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Satellitenbild zeigt den Hurrikan „Polo“, der sich im Pazifik vor der Küste Mexikos verstärkt. (Quelle: Uncredited/NOAA/AP/dpa)

Hurrikan „Polo“ hält Wetterexperten in Atem. Der Sturm soll die US-Küste zwar nicht erreichen. Meteorologen warnen jedoch vor Überschwemmungen und Erdrutschen.

Vor der südmexikanischen Pazifikküste hat sich ein Hurrikan gebildet. „Polo“ wird in den kommenden Tagen voraussichtlich rasch weiter an Kraft gewinnen und am Mittwoch die höchste Hurrikanstärke fünf erreichen, wie der mexikanische Wetterdienst mitteilte. Der prognostizierten Zugbahn zufolge wird der Sturm zwar nicht direkt auf Land treffen, seine Folgen dürften jedoch sehr gefährlich sein.

„Polo“ zog am Montagnachmittag (Ortszeit) als Hurrikan der Stärke eins mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 130 Kilometern pro Stunde rund 305 Kilometer südlich des Urlaubsortes Zihuatanejo, wie das US-Hurrikanzentrum NHC in Miami mitteilte.

Wie der US-Meteorologe und Hurrikan-Experte Dylan Federico bei X schreibt, sollen sich um das Auge des Sturms „extrem kalte Wolkenobergrenzen von minus 80 Grad Celsius wickeln“. Demnach zeigten Satellitenbilder eine äußerst dynamische Entwicklung des Wetterphänomens. „Ich gehe davon aus, dass sich ‚Polo‘ bis morgen früh problemlos zu einem schweren Hurrikan entwickeln wird“, so Federico weiter. „Das NHC prognostiziert, dass er im Laufe dieser Woche die Kategorie 5 erreichen wird.“

Wirbelstürme der Kategorie 5 werden auch als „Monster-Stürme“ bezeichnet. Zuletzt wurde der Hurrikan „Melissa“ als solcher klassifiziert. Der Hurrikan richtete im Oktober 2025 mit Windgeschwindigkeiten von fast 300 km/h schwerste Verwüstungen in Jamaika und Kuba an.

Extrem ruhige Atlantik-Saison wegen El Niño

Das Zentrum des Wirbelsturms „Polo“ werde sich in den nächsten Tagen nahe der südwestlichen Küste Mexikos befinden, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. Laut dem NHC könnte es aufgrund der starken Niederschläge zu lebensbedrohlichen Überschwemmungen und Erdrutschen, insbesondere in steilen Gebieten, kommen. Es sei auch mit hohen Wellen zu rechnen.

Die Hurrikansaison beginnt im Pazifik am 15. Mai und im Atlantik am 1. Juni. Beide enden am 30. November. Dieses Jahr hat sich bisher kein Hurrikan im Atlantik gebildet, wie mindestens seit Beginn der Satellitenbeobachtung im Jahr 1966 nicht mehr. Grund für die ruhigere atlantische Saison dieses Jahres ist laut der US-Klimabehörde (Noaa) ein starkes Klimaphänomen El Niño, das die üblichen atmosphärischen Bedingungen stört.

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