Hunderte protestierten gegen Schließung von Wurstfabrik

Wurstwerk in Brandenburg

Hunderte protestierten gegen Schließung von Wurstfabrik

Aktualisiert am 14.02.2026 – 15:54 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Wurstfabrik in Britz bei Eberswalde soll schließen – dagegen gibt es Protest von Beschäftigten. (Quelle: Patrick Pleul/dpa/dpa-bilder)

Die „Eberswalder“ Würstchen sollen künftig nicht mehr aus Britz in Brandenburg kommen. Die Gewerkschaft NGG lädt deshalb zu einer „Trauerfeier“ ein.

Mehrere hundert Menschen haben in Britz bei Eberswalde gegen die geplante Schließung der Wurstfabrik protestiert. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lud zu einer „Trauerfeier“ für die EWN Wurstspezialitäten. Das traditionsreiche Werk soll Ende Februar schließen, davon sind rund 500 Beschäftigte betroffen.

Auf Transparenten stand „Kapitalismus pur. Profite um jeden Preis“ oder „War immer richtig gut, die Wurst“. Die NGG kritisiert, über 500 Menschen würden auf die Straße gesetzt, eine jahrzehntelange ostdeutsche Tradition werde sang- und klanglos abgewickelt.

Unter den Teilnehmern war auch Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt. Sie will mit Wirtschaftsminister Daniel Keller (beide SPD) darauf hinarbeiten, Neuansiedlungen zu fördern. Nach Mittelstädts Angaben hatte die Landesregierung mit den Eigentümern vergebliche Gespräche über eine Unterstützung geführt.

Die Wurst-Marke „Eberswalder“ soll nach Angaben des Herstellers künftig in Chemnitz, Suhl und Zerbst hergestellt werden. Das Werk gehört seit 2023 zur Zur-Mühlen-Gruppe, hinter dem der große Fleischproduzent Tönnies aus Nordrhein-Westfalen steht. Das Unternehmen hatte erklärt, es gebe keine realistische wirtschaftliche Perspektive.

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