Hüttel über deutsche Nachwuchs-Krise im Skispringen

„Beschäftigt uns enorm“

Tournee zeigt deutsche Nachwuchs-Krise im Skispringen

05.01.2026 – 07:58 UhrLesedauer: 2 Min.

Philipp Raimund: Der deutsche Skispringer ist mit seinen 25 Jahren der Jüngste im A-Team. (Quelle: IMAGO/GEPA pictures/ Thomas Bachun/imago-images-bilder)

Zwei Deutsche zeigen bei der Tournee Leistung, doch danach gibt es eine Lücke und keine Nachrücker. DSV-Sportdirektor Horst Hüttel schlägt deshalb Alarm wegen fehlender junger Skispringer.

Nach dem dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck äußerte Horst Hüttel, DSV-Sportdirektor, seine Besorgnis über die Nachwuchssituation. Er erklärte: „Das beschäftigt uns enorm, das kann uns nicht zufriedenstellen, definitiv.“ Er fügte an: „Deswegen ist es auch so, dass ein paar Dinge bei uns intern hinterfragt werden müssen. Was ist da passiert? Warum ist es uns nicht gelungen, in den letzten Jahren jüngere Leute so in eine Ausgangsposition zu bringen wie den Felix im Moment? Da müssen wir mit Nachdruck intensiv analysieren und schauen, dass wir so schnell wie möglich hier in den nächsten Jahren die Situation verbessern.“

Felix Hoffmann, der mit 28 Jahren in dieser Saison in die Weltklasse vorgedrungen ist, liegt als bester Deutscher auf Platz fünf der Tournee-Gesamtwertung. Der 25-jährige Philipp Raimund ist der einzige jüngere Springer, der sich im A-Team etablieren konnte, und belegt den siebten Platz. Hinter ihnen fehlen jedoch weitere Talente, die in die Fußstapfen der beiden treten könnten.

Pius Paschke, bereits 35 Jahre alt, springt solide, während Andreas Wellinger und Karl Geiger, 30 und 32 Jahre alt, aufgrund fehlender Alternativen die Tournee fortsetzen. Nach dem Rücktritt von Leistungsträgern wie Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe konnten die entstandenen Lücken nicht geschlossen werden.

Hüttel betonte, dass die Situation besonders schmerzhaft sei, da die Österreicher in den letzten Jahren viele Talente nachziehen konnten. „Das ist beneidenswert und da waren wir auch schon mal in einer deutlich besseren Situation“, sagte Hüttel. Er hob die Notwendigkeit hervor, intern kritisch zu analysieren, warum es in den letzten zwei bis drei Jahren nicht gelungen sei, jüngere Springer in eine starke Ausgangsposition zu bringen.

Aktie.
Die mobile Version verlassen