Bundesliga, 5. Spieltag

„Mix aus Vielem“: HSV holt Last-Minute-Sieg nach Eigentor

10.10.2026 – 18:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Ozan Kabak (TSG 1899 Hoffenheim) und Sebastiaan Bornauw (Hamburger SV): Das Spiel am Samstag war turbulent. (Quelle: IMAGO/Horst Ettensberger/imago)

Nach einem Fehlstart in die Saison gelingt dem HSV der zweite Sieg in der Liga in Folge. Doch der war alles andere als ungefährdet.

Der Hamburger SV hat am Samstag beim 3:2-Sieg bei der TSG Hoffenheim seinen zweiten Bundesliga-Sieg in Folge gefeiert. Miro Muheim traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum Endstand und beendete damit eine Aufholjagd, die der HSV nach einem Eigentor und einem Gegentreffer gestartet hatte. Es war der erste Sieg der Hamburger gegen Hoffenheim nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gegen die Süddeutschen.

Hamburgs Trainer Merlin Polzin hatte kurz vor dem Anpfiff bei Sky die Marschroute vorgegeben: „Der HSV wird so auftreten, dass wir eine Chance haben, zu bestehen. Es wird ein Mix aus Vielem sein – am besten so, dass wir am Ende erfolgreich sein werden.“

HSV: Remberg muss verletzt raus

Vor 25.929 Zuschauern in Sinsheim begann die Partie zäh. Beiden Teams fehlte nach der dreiwöchigen Ligapause der Rhythmus. Der HSV musste dabei auf Zakaria El Ouahdi, Patson Daka und Albert Grönbaek verzichten. Die Führung fiel dennoch für die Hamburger: Nach einem Freistoß traf Nicolas Capaldo den Pfosten, Yussuf Poulsen staubte ab (12.). Danach stand der HSV kompakt in der Abwehr und lauerte auf Konter.

In der Schlussphase der ersten Hälfte verlor Schiedsrichter Harm Osmers aus Hannover zunehmend den Überblick. Nicolai Remberg musste verletzt ausgewechselt werden (41.), für ihn kam Muheim. Ohne Remberg geriet die Hamburger Ordnung ins Wanken. Ein vermeintlicher Ausgleich durch Bambasé Conté (45.+1) wurde nach Videobeweis wegen eines vorherigen Foulspiels nicht anerkannt. Kurz darauf war es dennoch 1:1: Sebastiaan Bornauw lenkte den Ball ins eigene Netz (45.+6).

Erster Ausgleich nicht anerkannt

Zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb Hoffenheim am Drücker. Conté traf nach einer Einzelaktion zum 2:1 (53.). Der HSV schien auf der Verliererstraße, doch dann sah Hoffenheims Bernardo wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (65.).

In Überzahl keimte beim HSV neue Hoffnung. Ein vermeintlicher Ausgleich von Otto Stange (80.) wurde erneut nach Videobeweis zurückgenommen. Kurz darauf zählte der Treffer des eingewechselten Terem Moffi zum 2:2 (83.). Den Schlusspunkt setzte Muheim in der Nachspielzeit (90.+4) und vollendete die Aufholjagd der Hamburger. Für Hoffenheim hingegen verschärfte sich mit der dritten Niederlage in Folge die Krise weiter.

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