
Opfer von Gil Ofarim
Markus W. spricht erstmals: „Es macht mich fassungslos“
Aktualisiert am 10.02.2026 – 08:41 UhrLesedauer: 3 Min.
Am Sonntag wird Gil Ofarim bei RTL zum Dschungelkönig gekrönt. Tags darauf gibt erstmals Markus W. ein Interview. Ihn hatte der Sänger 2021 beschuldigt, ihn antisemitisch diskriminiert zu haben.
Der Musiker Gil Ofarim hatte im Oktober 2021 in einem Video Antisemitismusvorwürfe gegen den Leipziger Hotelmitarbeiter Markus W. erhoben. Zwei Jahre später zog Ofarim die Behauptung vor Gericht zurück und entschuldigte sich. Jetzt ist Gil Ofarim Dschungelkönig. Während seiner Zeit bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ sprach er kaum über den Vorfall in Leipzig. Was er jedoch diesbezüglich sagte, machte Markus W. fassungslos.
Im Dschungelcamp hatte Gil Ofarim wiederholt betont, er dürfe nicht über die Angelegenheit in Leipzig sprechen. Der Grund sei eine Verschwiegenheitserklärung. Ein Grund für den heute 37-jährigen Markus W., sich erstmals öffentlich zu äußern. Konkret sagte W. jetzt im Gespräch mit der „Zeit“: „Nun aber machte Herr Ofarim zweifelhafte Andeutungen. Das wirkt für mich sehr befremdlich, es ärgert mich massiv und ich frage mich auch: Ist es denn nie vorbei?“
W. habe das Dschungelcamp nicht geschaut, sei jedoch mehrfach darauf angesprochen worden und habe die Schlagzeilen gesehen. Dazu, dass Ofarim in der RTL-Show behauptet hatte, mit den Überwachungsvideoaufnahmen in dem Leipziger Hotel habe offenbar etwas nicht gestimmt, sagte W.: „Es macht mich fassungslos.“ Zudem betonte er: „Es gibt übrigens auch keinen Schweigedeal oder eine Verschwiegenheitsverpflichtung, obwohl Herr Ofarim das nahelegt. Er kann über die Vorgänge in der Lobby sprechen. Das Einzige, was er nicht wiederholen darf, ist die Unwahrheit über mich. Er hat im Zuge des Vergleichs vor Gericht eine Unterlassungserklärung abgegeben. Das bedeutet, er darf nicht mehr sagen, dass ich ihn wegen des Tragens einer Davidstern-Kette des Hotels verwiesen hätte.“
Gil Ofarim hatte in seinem 2021 auf Instagram veröffentlichten Video behauptet, dass Markus W. ihn aufgefordert habe, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne. W. wurde dadurch zur Zielscheibe öffentlicher Angriffe. Er wurde bedroht, sogar mit Mord. Vor dem Hotel fanden damals Demonstrationen statt. Sein Leben habe „von jetzt auf gleich“ einem Film geähnelt, sagte er. „Mein damaliger Chef rief am Abend an, um mir anzubieten, mich für einige Tage an einen sicheren Ort zu bringen. 15 Minuten später holte mich eine Limousine ab.“ W., der heute nicht mehr in besagtem Hotel in Leipzig arbeitet, erklärte: „Ich fühlte mich wie mit dem Rücken zur Wand.“