„Überhaupt nicht glücklich“

Christina Applegate hat doch keine Multiple Sklerose


20.10.2026 – 18:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Christina Applegate: Die Schauspielerin ist krank. (Quelle: IMAGO / ZUMA Press Wire)

Christina Applegate lebte vier Jahre mit der Diagnose MS. Nun steht fest: Sie hat die Krankheit nicht – genau das beunruhigt sie jedoch.

Mitten in den Dreharbeiten zu ihrer Netflix-Serie „Dead to Me“ verlor Christina Applegate im Sommer 2021 zunehmend die Kontrolle über ihren Körper. Kurze Zeit später saß sie im Rollstuhl. Die Diagnose lautete: Multiple Sklerose (MS), eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Vier Jahre lebte die Schauspielerin mit dieser Gewissheit. In einer aktuellen Folge ihres Podcasts „MeSsy“, den sie gemeinsam mit Jamie-Lynn Sigler moderiert, hat Applegate unter Tränen berichtet, was ihre Ärztin ihr kürzlich mitteilte: Die Diagnose war falsch.

Während ihr Umfeld erleichtert reagierte, empfand Applegate selbst etwas anderes. „Ich war überhaupt nicht glücklich. Alle anderen waren so glücklich“, sagte die 54-Jährige. Der Grund: Was ihr tatsächlich fehlt, ist weiterhin offen. Ihre Ärzte hätten mithilfe neuer Untersuchungsmöglichkeiten festgestellt, dass eine andere Ursache hinter ihren Beschwerden stecken müsse.

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Applegate zeigte sich davon selbst verwundert: „Ich habe alle Symptome einer MS-Erkrankung. Jedes einzelne davon.“ Sie wisse zwar, dass verschiedene Erkrankungen ähnliche Symptome hervorrufen könnten. Ihr Fazit fiel dennoch knapp aus: „Da steckt noch etwas anderes dahinter.“

Christina Applegate bemerkte Symptome

Die ersten Anzeichen hatte Applegate lange vor der Diagnose wahrgenommen. Bereits während der ersten Staffel von „Dead to Me“ verlor sie bei einer Tanzszene das Gleichgewicht. Anfang 2021 kribbelte es in ihren Zehen. Die Aussetzer schob sie zunächst auf Erschöpfung, Flüssigkeitsmangel oder das Wetter. Ihre Freundin Selma Blair, bei der 2018 MS festgestellt worden war, drängte sie schließlich, sich untersuchen zu lassen. Im August 2021 machte Applegate die Diagnose öffentlich.

An ihrem Alltag hat die korrigierte Einschätzung bislang nichts verändert. Die Schauspielerin ist weiterhin auf einen Rollstuhl angewiesen und kann nach eigenen Angaben teilweise nicht einmal die Strecke vom Auto bis in die Arztpraxis zu Fuß zurücklegen. Die Erkrankung habe sie nicht nur körperlich getroffen. Applegate sagte: „Ich habe deswegen eine schwere Depression durchgemacht.“ Sie habe ihren Beruf und ihr früheres Leben verloren. „Das hat mein Leben zum Stillstand gebracht.“

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