
Teures Versäumnis
Österreich-Urlauber riskieren jetzt drastische Strafen
13.01.2026 – 11:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Österreich bestraft Mautsünder künftig deutlich härter: Die Gebühr für Fahrten ohne gültige Vignette hat sich fast verdoppelt. Und sie kann sogar noch deutlich höher ausfallen.
Wer seit Jahresbeginn ohne gültige Vignette auf den Autobahnen Österreich fährt, erlebt eine teure Überraschung. Die Preise für die sogenannte Ersatzmaut sind drastisch gestiegen. Das Ziel der Behörden ist klar: Mautsünder sollen den Druck sofort im Geldbeutel spüren.
200 Euro für vergessene Vignetten
Vor allem Autofahrer trifft die Erhöhung hart. Für Pkw unter 3,5 Tonnen verlangt die Autobahnpolizei nun 200 Euro statt wie bisher 120 Euro. Auch Motorradfahrer sind betroffen: Ohne Vignette werden sofort 100 Euro fällig. Für Busse und schwere Fahrzeuge gelten noch höhere Sätze, die je nach Fahrzeugtyp variieren.
Besser sofort zahlen
Wer bei einer Kontrolle kein gültiges Ticket vorweisen kann, sollte die Ersatzmaut direkt vor Ort bar oder per Kreditkarte begleichen. Denn das Aufschieben oder Verweigern löst eine bürokratische Lawine aus. In einem offiziellen Verfahren drohen Geldstrafen von mindestens 300 Euro. Im Extremfall kann die Forderung auf bis zu 3.000 Euro steigen.
Die Falle am Tönungsstreifen
Oft führt nicht böser Wille, sondern Unkenntnis zu einer Strafe. Die Vignette muss gut sichtbar auf der Innenseite der Windschutzscheibe kleben. Ein häufiges Versehen ist es, die Mautplakette auf einem Tönungsstreifen (dunkler Bereich am Rand der Scheibe) anzubringen. Die dunkle Folie behindert die Lesbarkeit durch Kameras. So wird die Strafe fällig, obwohl der Fahrer bezahlt hat. Wer nicht kleben möchte, kann die digitale Vignette nutzen. Das wird künftig ohnehin Pflicht.
Die neuen Maut-Tarife
Die Pkw-Vignette kostet jetzt pro Tag 9,60 Euro, für zehn Tage 12,80 Euro, pro Jahr 106,80 Euro. Motorradfahrer zahlen zwischen 3,80 Euro (Tag) und 42,70 Euro (Jahr). Zehn Tage kosten 5,10 Euro.
Vorsicht vor Fake Shops im Netz
Offizielle Vignetten gibt es beim Autobahnbetreiber Österreichs (Asfinag) und bei den großen Verkehrsclubs. Vorsicht: Betrüger kopieren offizielle Verkaufsseiten. Wer auf diesen Phishingseiten bestellt, erhält keine Vignette, sondern öffnet Kriminellen sein Bankkonto. Prüfen Sie deshalb die Internetadresse (URL) im Browser genau.