
Früherkennung mittels Abtasten
Hodenkrebs: Auf diese Symptome sollten Männer achten
Aktualisiert am 27.01.2026 – 07:03 UhrLesedauer: 3 Min.
Egal, wo im Körper sich ein bösartiger Tumor gebildet hat: Je früher er entdeckt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Diese Anzeichen deuten auf Hodenkrebs hin.
In Deutschland erkranken immer mehr Männer an Hodenkrebs (Hodenkarzinom): mehrere Tausend Neuerkrankungen sind es jährlich. Vor allem bei jungen Männern zwischen 20 und 40 Jahren tritt der bösartige Tumor auf. Doch: Dass etwas mit den Hoden nicht stimmt, können Betroffene meist selbst bemerken.
Um die Krankheit möglichst früh zu erkennen, raten Mediziner zur Selbstuntersuchung. Dafür braucht es nur wenige Minuten – am besten einmal im Monat beim Duschen oder Baden, denn dann ist die Haut weich und entspannt. In der Regel treten die Symptome nur an einem der beiden Hoden auf.
Tastbare Verhärtungen oder Schwellungen am Hoden sind erste Anzeichen einer Krebserkrankung. Diese können sowohl schmerzlos als auch schmerzhaft sein. Ein Ziehen oder Schweregefühl im Hoden oder der Leiste sind ebenfalls typische Symptome.
Zusätzlich kann es zur Ansammlung von Wasser um den Hoden kommen. Wenn Veränderungen am Hoden auftreten, die einer Entzündung gleichen, sich die Symptome aber nicht durch Antibiotika oder andere Medikamente behandeln lassen, könnte dies ebenfalls ein Hinweis auf ein Hodenkarzinom sein.
Da sich die Krebserkrankung auch auf die Produktion des männlichen Geschlechtshormons Testosteron auswirkt, macht sich der Tumor meist auch durch vermindertes Lustempfinden oder Schmerzen in den Brustdrüsen bemerkbar.
Symptome bei Hodenkrebs im Überblick:
Im fortgeschrittenen Stadium können weitere Symptome in anderen Bereichen des Körpers auftreten, je nachdem, wo der Tumor Tochtergeschwülste (Metastasen) bildet. Nachdem die Wucherung die Kapsel, die die Hoden umgibt, durchbrochen hat, befällt sie zunächst benachbartes Gewebe wie Nebenhoden und Samenstrang.
Gelangen Krebszellen auch in die Lymphgefäße, verbreiten sich diese bis zu den Lymphknoten im hinteren Bauchraum, was oft Rückenschmerzen hervorruft. Über die Blutgefäße kann der Krebs ebenfalls andere Organe befallen. Bei Hodenkrebs bilden sich Metastasen besonders häufig in der Lunge, was zu Atemnot führen kann.
Damit es nicht so weit kommt, ist es wichtig, mit Auffälligkeiten am Hoden sofort zum Arzt zu gehen. Denn im Frühstadium kann Hodenkrebs praktisch immer geheilt werden, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Im fortgeschrittenen Stadium sind die Heilungschancen zwar noch gut, die Behandlung ist allerdings langwieriger.