„Artemis-2“
Historische Mission zum Mond gestartet
Aktualisiert am 02.04.2026 – 01:08 UhrLesedauer: 3 Min.
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Mit „Artemis 2“ sollen erstmals seit mehr als 50 Jahren wieder Menschen Richtung Mond fliegen. Am Mittwoch (Ortszeit) hob eine Nasa-Rakete mit vier Astronauten ab.
Erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen in Richtung Mond gestartet. An Bord einer „Orion“-Kapsel hoben vier Astronauten mit dem Raketensystem „Space Launch System“ vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ab. Der Start war für 0.35 Uhr deutscher Zeit (18.35 Uhr Ortszeit) geplant. Er erfolgte mit einer kleinen Verzögerung.
Zehn Minuten vor dem geplanten Start war der Countdown kurz angehalten worden, weil bestimmte Daten eine Auffälligkeit gezeigt hatten. Dann wurden noch die finalen Checks durchgeführt, bevor es hieß, dass die Vorbereitungen abgeschlossen seien und es keine Bedenken gebe. Nachdem alle Teams grünes Licht gaben, wurde der Start freigegeben und mit dem Countdown fortgefahren. „Viel Glück“, wünschte die Nasa den Astronauten.
Nach etwa 20 Minuten hatte die „Orion“ ihren Booster abgeworfen und flog nun mit dem verbleibenden Treibstoff. 26 Minuten nach dem Start erreichte das Model einen weiteren wichtigen Meilenstein: Die Solarpanele wurden erfolgreich ausgefahren. Diese Paneele sind jeweils sieben Meter lang und verfügen über 5.000 Solarzellen, die Sonnenlicht in Strom umwandeln.
Sie sind jeweils am Europäischen Servicemodul befestigt, einem zylindrischen Aufbau, der am Unterteil des „Orion“-Raumschiff sitzt. Es wurde von der Europäischen Weltraumorganisation ESA gebaut und ist das Herzstück der Mission, da es das Raumschiff der Astronauten mit Sauerstoff, Strom und anderen lebenswichtigen Versorgungsgütern versorgt.
Der deutsche Astronaut Matthias Maurer hatte die Mondmission Artemis 2 als „Beginn einer neuen Ära“ gewürdigt. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP am Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Florida vor dem Start der Trägerrakete verglich Maurer Artemis 2 mit der Internationalen Raumstation ISS. „Das war ein Friedensprojekt, das die Menschheit nach dem Ende des Kalten Krieges zusammengebracht hat.“ Ähnlich sei es nun mit der Artemis-Mission.
„Es gibt eine ganz einfache Botschaft: Es gibt eine riesige Rakete, und die Rakete fliegt zum Mond“, sagte Maurer über die Mission Artemis 2, die den Erdtrabanten umrunden soll. Ohne europäische Technologie könne die Rakete gar nicht starten.
Im Video | Mondmission: Das sind die Astronauten
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