
Winter in Berlin
Hilfe für Obdachlose: Nachtwärmecafé am Kotti öffnet
27.01.2026 – 21:00 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Nähe des Kottbusser Tors bekommen Obdachlose Unterstützung. Seit Dienstag können Menschen dort im Nachtwärmecafé einkehren.
In Berlin-Kreuzberg finden obdachlose Menschen nun nachts Hilfe: Seit Dienstagabend hat das Nachtwärmecafé geöffnet. Bedürftige, die aufgrund von Suchterkrankungen oder dauerhaftem Konsum keine reguläre Notschlafstelle aufsuchen können, finden hier Unterstützung. Es befindet sich in der Reichenberger Straße 176 nahe dem U-Bahnhof Kottbusser Tor und ist bis zum 30. April 2026 an sieben Tagen pro Woche von 22.30 bis 6.30 Uhr geöffnet.
Doch das Angebot richtet sich auch an Obdachlose, die kein Suchtproblem haben. Sie finden im Café Sitz- und Ruhemöglichkeiten, warme und kalte Getränke sowie kleine Speisen wie Suppen und Sandwiches. Das teilen die Berliner Johanniter in einer Pressemitteilung mit.
„In dem derzeit besonders kalten und nassen Winter sind viele Betroffene akut gefährdet“, heißt es seitens der Johanniter. Das Nachtwärmecafé helfe, „Erfrierungen sowie weiteren kältebedingten Gesundheitsrisiken vorzubeugen“.
Mitarbeitende betreuen den Angaben zufolge die Gäste vor Ort und erfassen akut Hilfebedarfe. Neben dem Kälteschutz sei das Ziel, obdachlose Menschen „behutsam an weiterführende Hilfe heranzuführen“, etwa an die Angebote der Berliner Kältehilfe oder die nahe Notübernachtung „Ohlauer 365“ der Johanniter. Die Johanniter arbeiten dafür eng mit der Drogen- und Suchthilfe Fixpunkt gGmbH zusammen.
Finanziert wird es durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung. Senatorin Cansel Kiziltepe sagt: „Wir senden ein klares Signal: Niemand wird allein gelassen – erst recht nicht die, die besonderen Schutz und Unterstützung brauchen“. Auch Clara Herrmann, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, begrüßt das Angebot: „Es ist eine wichtige Ergänzung zu den vorhandenen Angeboten für wohnungslose Menschen im Umfeld des Kottbusser Tors“.