Gefahr für Hunde

Das sollten Sie beim Gassigehen im Herbst beachten


Aktualisiert am 07.09.2026 – 13:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Hund spielt im Laub: Hundehalter sollten besonders während der dunklen Jahreszeit auf ihren Hund achten. (Quelle: alexei_tm/getty-images-bilder)

Hunden drohen beim herbstlichen Abendspaziergang verschiedene Gefahren: Unter anderem kann das Spielen im Laub fatale Folgen haben.

Fallen im Herbst die Blätter, finden sich im Laub auch häufig Nüsse oder Kastanien. Sie wecken bei vielen Hunden den Spieltrieb. Doch die scheinbar harmlosen Früchte können bei Hunden lebensbedrohliche Vergiftungen auslösen. Sie sollten beim Gassigehen also genau hinschauen, womit das Tier spielt.

Vorsicht bei Walnüssen

Die grünen Fruchtschalen der Walnüsse etwa enthalten oft giftige Schimmelpilze. Sie können das Nervensystem angreifen und für das Tier unter Umständen tödlich sein. Besonders heikel: Die Substanzen sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. So kann das Kauen auf einer einzigen Walnuss für Hunde tödlich enden.

Walnüsse: In den grünen Fruchtschalen befinden sich mitunter giftige Schimmelpilze. (Quelle: Patrick Seeger/dpa)

Schon nach kurzer Zeit zeigen sich dann unter Umständen typische Vergiftungssymptome beim Tier: Torkeln, Erbrechen, Lethargie zählen zu den harmloseren Folgen. Eine höhere Menge Gift kann zu Herzrasen, einer hohen Atemfrequenz und Krämpfen wie bei einem epileptischen Anfall führen. Auf Berührungen reagiert der Hund dann oft panisch. Auch vermehrter Speichelfluss kann ein Indiz sein.

Kastanien können Darmverschluss verursachen

Aber nicht nur Walnüsse, sondern auch Kastanien bergen Gefahren für Hunde: Einmal im Übereifer verschluckt, können sie je nach Größe des Tieres zu einem Darmverschluss führen. Der Hund erbricht sich dann jedes Mal, wenn er etwas frisst. Viel schlimmer aber ist, dass die vom Verschluss betroffene Stelle der Darmwand nicht mehr durchblutet wird und abstirbt. Dann kann nur noch eine Operation den Hund retten.

Spiel im Ungewissen: Verschluckt ein Hund etwa eine Kastanie, die im Herbstlaub liegt, kann das zum Darmverschluss führen. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Verhält sich der Hund apathisch oder zeigt Unwohlsein, sollten Sie zum Tierarzt gehen. Das gilt auch, wenn er die ersten Anzeichen einer Vergiftung zeigt. Ansonsten kann dies tödlich für das Tier enden. Damit es gar nicht so weit kommt, ist es aber besser von vornherein auf alternatives Wurfspielzeug zurückzugreifen.

Blinkendes Halsband vermeidet Unfälle im Herbst

Um Unfälle zu vermeiden, statten Sie Ihren Hund mit einem blinkenden Halsband aus. Ein solches ist in allen großen Fachgeschäften zu beziehen und macht das Tier bereits auf eine längere Entfernung hin kenntlich. Alternativ dazu schafft auch ein Geschirr aus einem reflektierenden Material Abhilfe.

Wer mit seinem Hund in der dunklen Jahreszeit Gassi geht, sollte auch die Taschenlampe nicht vergessen. Man kann in schlecht beleuchteten Gegenden so auf sich aufmerksam machen und seinen Hund immer im Blick behalten.

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