Hier bekommen Sie mehr als 3 Prozent

Frag t-online

Kann ich 10.000 Euro vom Girokonto als Tagesgeld anlegen?


09.01.2026 – 07:52 UhrLesedauer: 3 Min.

500-Euro-Scheine: Auch höhere Beträge können aufs Tagesgeld. (Quelle: IMAGO/Burkhard Schubert/imago)

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um die Unterschiede zwischen Girokonto und Tagesgeld.

Ein paar Zinsen aufs Ersparte – das hätten viele Sparer gern. Wer sein Geld aber nur auf dem Girokonto liegen lässt, erhält in den allermeisten Fällen: nichts. Denn das Girokonto ist ein notwendiges Instrument, das jeder braucht, um am digitalen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Dafür, dass Kunden ihre laufenden Einnahmen wie Gehalt und Ausgaben wie Miete, Strom oder Abonnements über die Bank abwickeln, gibt es keine besondere Entlohnung.

Anders ist das beim Tagesgeld. Auch hier können Kunden täglich auf das Ersparte zugreifen. Dennoch ist das Tagesgeldkonto kein Konto, das für häufige oder regelmäßige Transaktionen dient: Das Gehalt kann darauf also nicht direkt eingehen, die Miete nicht abgehen. Es birgt für Banken etwas mehr „Sicherheit“, dass Kunden Geld nicht direkt wieder abziehen – und so gibt es zum Teil Zinsen auf dieses Tagesgeld. Anfang Januar zeigt der t-online Zinscheck: Zeitlich befristet werben 14 Banken mit Zinsen von mehr als 3 Prozent pro Jahr.

Ein t-online-Leser wollte nun wissen, ob er auch größere Beträge, etwa 10.000 Euro, so einfach aufs Tagesgeld überweisen und dort erst mal parken kann. Die Antwort lautet: Ja, das geht. Sofern Sie bereits ein solches Tagesgeldkonto haben. Bis 100.000 Euro pro Person und Bank sind Einlagen innerhalb der Europäischen Union geschützt, sofern die Bank in einem Land sitzt, das den Euro hat. Ansonsten wird näherungsweise umgerechnet (etwa in Schweden). Oft gelten Angebotszinsen bis zu dieser Grenze bzw. bis in den höheren fünfstelligen Bereich.

Viele Filialbanken bieten Tagesgeldkonten zusätzlich zum Girokonto an. Allerdings gibt es gerade dort oft nur geringe Zinsen im Zehntelprozentbereich. Wer die drei Prozent mitnehmen möchte, die die Inflation schlagen und so den Wert des Ersparten erhalten, muss oft zu anderen Instituten ausweichen und dort ein Tagesgeldkonto eröffnen.

Derzeit bieten etwa die Distingo Bank aus Frankreich 3,2 Prozent, die Consorsbank 3,1 Prozent, die Advanzia Bank aus Luxemburg 3,05 Prozent und die Big Bank aus Schweden 3,01 Prozent – jeweils für drei Monate. Danach fallen die Zinsen rapide ab. Sie können dann das Konto wieder schließen und zur nächsten Bank mit einem entsprechenden Neukundenangebot umziehen.

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