
DFB-Pokal-Achtelfinale
Tor-Spektakel: Hertha demontiert Lautern – Gladbach fliegt raus
Aktualisiert am 02.12.2025 – 20:06 UhrLesedauer: 3 Min.
Der Hauptstadtklub spielt gegen die „Roten Teufel“ groß auf und stürmt in die nächste Runde. Borussia Mönchengladbach muss derweil eine bittere Niederlage hinnehmen.
Mit einem Tor-Spektakel ist Hertha BSC ins Viertelfinale des DFB-Pokals gestürmt. Die Berliner gewannen am späten Dienstagnachmittag deutlich mit 6:1 (3:1) gegen Zweitliga-Konkurrent 1. FC Kaiserslautern und steht damit unter den letzten Acht. Luca Schuler (5., 60.), Marten Winkler (20.), Kennet Eichhorn (31.), Dawid Kownacki (75.) und Maurice Krattenmacher (80.) trafen für den Hauptstadtklub. Marlon Ritter (45.+2) konnte nur zwischenzeitlich verkürzen.
Im Parallelspiel erlebte Borussia Mönchengladbach ein bitteres Pokal-Aus: Die „Fohlen“ verloren zuhause gegen Bundesligakonkurrent FC St. Pauli mit 1:2 (0:1). Martijn Kaars (43.) und Louis Oppie (83.) schossen die Hamburger in die nächste Runde, der zwischenzeitliche Ausgleich von Haris Tabaković (56.) war zu wenig.
Die Berliner bauten ihre Siegesserie auf wettbewerbsübergreifend sieben Spiele in Serie aus – mussten allerdings das erste Mal seit sechs Spielen wieder einen Gegentreffer hinnehmen. Nachdem Kaiserslautern vor knapp zwei Jahren noch die Oberhand behalten hatte, stellten sich diesmal die Kräfteverhältnisse klar anders dar.
Auch wenn die Gäste aus der Pfalz die erste gefährliche Chance hatten, versetzte der Ex-Lauterer Schuler ihnen den frühen Dämpfer. Ein katastrophaler Rückpass von Maxwell Gyamfi landete genau in seinem Lauf und verschaffte den Berlinern die frühe Führung. Winkler legte nach einem Konter nach.
Die Berliner ließen in der Folge nicht locker. Der erst 16-jährige Eichhorn erzielte sein erstes Profi-Tor und wurde zugleich jüngster Torschütze in der DFB-Pokal-Geschichte. Allein in der ersten Halbzeit trafen die Berliner zusätzlich dreimal das Aluminium. Kaiserslautern meldete sich erst kurz vor der Pause durch den Anschlusstreffer von Ritter in der Partie an.
In der zweiten Halbzeit machte Schuler seinen Doppelpack perfekt und nutzte erneut einen Ballverlust der Gäste zum Tor. Joker Kownacki stach direkt – und der ebenfalls eingewechselte Krattenmacher besorgte den hochverdienten Endstand. Die Hertha-Fans sangen hämisch: „Einer geht noch, einer geht noch rein.“
Anfang November hatte die Borussia am Millerntor mit 4:0 gewonnen. Beim schnellen Wiedersehen knüpfte Gladbach zunächst nahtlos an die Leistung an, hatte mehr vom Spiel, machte aus dem Ballbesitz aber zu wenig. Nikola Vasilj im Tor der Hamburger musste an seinem 30. Geburtstag zu Beginn einzig einen Distanzschuss von Kevin Stöger parieren (12.). Danach konnte der Schlussmann zusehen, wie die Bälle teils weit an seinem Tor vorbeiflogen. Auch Torjäger Tabaković, beim 4:0 noch zweifacher Torschütze, war meist abgemeldet.










