
Wer bekommt ihn?
Streit um „Deutschlands beliebtesten Weihnachtsmarkt“
24.11.2025 – 14:31 UhrLesedauer: 2 Min.
In Köln gibt es einen Streit um den Weihnachtsmarkt am Dom: Ein Rechtsstreit läuft und auch ein Wettbewerb um die Zukunft der Veranstaltung.
Die Stadt Köln sucht erneut einen Betreiber für den Weihnachtsmarkt am Roncalliplatz. Nachdem das Vergabeverfahren im August aufgehoben worden war, läuft nun die zweite Ausschreibung für die Konzession von 2026 bis 2030. Bewerbungen sind bis zum 19. Dezember möglich. Das teile die Stadt am Montag mit.
Die Neuausschreibung folgt auf ein gescheitertes Vergabeverfahren, bei dem sich im Juni nach Informationen der Kölner Lokalredaktion von t-online die bisherige Veranstalterin durchgesetzt hatte.
Die Kölner Weihnachtsgesellschaft (KW) hatte von einer Findungskommission aus Mitgliedern der Bezirksvertretung Innenstadt und des Stadtrats die höchste Bewertung erhalten und setzte sich knapp gegen laut der „Kölnischen Rundschau“ fünf Mitbewerber durch. Ein offizieller Zuschlag erfolgte jedoch nicht.
Von der Stadt hieß es jetzt, dass das Verfahren „aufgrund wesentlicher Änderungen an den Grundlagen des Verfahrens und anderer schwerwiegender Gründe“ aufgehoben worden sei. Laut der „Rundschau“ ging es dabei unter anderem um falsche Angaben zur Lage von Abwasserschächten durch das Ordnungsamt und eine falsche Berechnung der zulässigen Gastronomieflächen.
In dem Verfahren unterlegene Bieter hatten sich offenbar deshalb an die Verwaltung gewandt. Birgit Grothues, Sprecherin der KW, sagte der Kölner Lokalredaktion von t-online, dass man gegen die Aufhebung des Verfahrens an der zuständigen Vergabekammer vorgehe. Das Verfahren laufe derzeit noch. Gleichwohl wolle man sich auch auf die neue Ausschreibung bewerben.
In diesem Fall hätte die Stadt die Möglichkeit, den Markt übergangsweise für ein Jahr an den bisherigen Betreiber zu vergeben.