Fingerarthrose

Können sich Heberden-Knoten zurückbilden?


Aktualisiert am 20.05.2026 – 12:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Bei verdickten Stellen an den Fingerendgelenken kann es sich um Heberden-Knoten handeln (Symbolbild): Manche Betroffene hoffen, dass diese von allein wieder verschwinden. (Quelle: sanjagrujic/getty-images-bilder)

Heberden-Knoten an den Fingern sehen nicht nur unschön aus, sondern können auch Beschwerden bereiten. Kann es zu einer spontanen Rückbildung kommen?

Heberden-Knoten sind Anzeichen einer bestimmten Form der Fingerarthrose, der sogenannten Heberden-Arthrose. Dabei bilden sich infolge von Gelenkverschleiß knöcherne Verdickungen an den Fingerendgelenken.

Gut zu wissen

Sind nicht nur die Fingerendgelenke, sondern auch die Fingermittelgelenke von Arthrose betroffen, sprechen Fachleute von einer Heberden-Bouchard-Arthrose.

Heberden-Knoten bilden sich schleichend über viele Jahre hinweg. Vor allem in akuten Phasen der Fingerarthrose können sie mit Schmerzen im Fingerendgelenk verbunden sein. Durch die Knötchen im Gelenk werden die betroffenen Finger im Verlauf der Erkrankung oft steifer und unbeweglicher. In manchen Fällen führen die Verdickungen dazu, dass sich die Fingerenden verkrümmen. Selbst scheinbar alltägliche Handgriffe können so zum Problem werden.

Wieso bilden sich Heberden-Knoten?

Heberden-Knoten bilden sich als Folge eines allmählichen Verschleißes in den Fingerendgelenken. Im gesunden Gelenk sind die Knochenenden von einer Knorpelschicht bedeckt, die sie vor Knochenabrieb und Stößen schützt. Die Schicht ermöglicht es dem Gelenk, sich reibungslos zu bewegen.

Nutzt sich die Knorpelschicht in den Fingerendgelenken ab, wird sie dünner und rauer. Als Folge kommt es zu Entzündungen im Gelenk, die Schmerzen und steife Gelenke nach sich ziehen können. Schreitet der Verschleiß weiter fort, liegen die Knochenenden schließlich teilweise oder gänzlich frei und reiben mehr oder weniger komplett ungeschützt aneinander.

Ist die schützende Knorpelschicht nicht mehr vorhanden, kommt es in den Fingergelenken zu Umbauprozessen: Die betroffenen Knochenenden bilden nun mehr Knochensubstanz. Diese Knochenausläufer, auch Osteophyten genannt, sollen die zunehmende Belastung im Gelenk ausgleichen. Durch die neu gebildete Substanz kann es in den Fingergelenken jedoch zu knöchernen Verdickungen kommen, die die Fingerenden in manchen Fällen sogar verformen.

Ist eine Rückbildung der Heberden-Knoten möglich?

Nein, Heberden-Knoten können sich nicht von allein zurückbilden. Sind die Knötchen erst einmal da, ist es im betroffenen Fingergelenk infolge der Arthrose zu Veränderungen gekommen, die nicht umkehrbar sind.

Mit der richtigen Behandlung lassen sich etwaige Beschwerden jedoch wirksam lindern und die Funktion der Hände bleibt länger erhalten. Welche Maßnahmen bei einer Heberden-Arthrose als Therapie infrage kommen, lesen Sie hier.

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