Hautpflege bei Diabetes: Die 5 wichtigsten Tipps

Hilfe gegen Hautprobleme

5 Tipps für die richtige Hautpflege bei Diabetes


Aktualisiert am 11.01.2026 – 07:42 UhrLesedauer: 4 Min.

Frau mit Cremetiegel: Bei Diabetes braucht die Haut viel Pflege, etwa durch regelmäßiges Eincremen. (Quelle: Prostock-Studio/getty-images-bilder)

Die Haut ist bei Diabetes oft trocken und empfindlich. Um Hautverletzungen und -entzündungen vorzubeugen, braucht es die richtige Pflege.

Trockene, juckende und gerötete Haut: Etwa 80 Prozent aller Menschen mit Diabetes haben mit Hautproblemen zu kämpfen. Je besser das Diabetes-Management ist, desto widerstandsfähiger ist die Haut. Darüber hinaus ist eine konsequente Hautpflege von großer Bedeutung. Welche fünf Tipps Betroffene beherzigen sollten, verrät eine Dermatologin.

Wer Diabetes mellitus hat, klagt häufig über Hautprobleme. Die „Zuckerkrankheit“ setzt der Hautbarriere zu. Die Hautdurchblutung kann vermindert und die Blutgefäße können verengt sein. Die natürliche Abwehrfunktion ist oft geschwächt. Das macht die Haut nicht nur trockener und empfindlicher, sondern auch anfälliger für kleine Verletzungen und Entzündungen.

„Der diabetische Fuß ist ein Beispiel dafür, wie die Haut bei einem Diabetes Schaden nehmen kann“, sagt Dr. Uta Schlossberger, Dermatologin aus Köln. „Ist der Blutzucker schlecht eingestellt, führen die zu hohen Werte auf die Dauer zu Nerven- und Gewebeschäden. Kleine Verletzungen können entstehen, aus denen sich tiefe, chronische Wunden entwickeln können. Im schlimmsten Fall müssen Teile des Fußes amputiert werden. Etwa ein Drittel der Diabetes-Patienten entwickelt das diabetische Fußsyndrom.“

Ohne sorgfältige Hautpflege geht es bei Diabetes nicht. Fünf Punkte sind besonders wichtig:

Bei Diabetes sind vor allem die Füße anfällig für Mikroverletzungen, Entzündungen und schlecht heilende Wunden. Damit die Haut widerstandsfähig und elastisch bleibt, sollte sie täglich mit einer fettreichen Creme versorgt werden. Auch sollten die Nägel immer gerade geschnitten werden, damit sie nicht einwachsen. Hornhaut sollte man regelmäßig entfernen oder professionell behandeln lassen, damit die trockenen Hautstellen nicht einreißen und Bakterien und Pilzen eine Eintrittspforte bieten. Wenn man die Hornhaut selbst entfernt, sollte man sehr vorsichtig vorgehen: nicht zu grob und tief rangehen.

„Neben täglichem Eincremen der Füße mit einer reichhaltigen und hornhautreduzierenden Fußcreme ist eine medizinische Fußpflege für Betroffene empfehlenswert – besonders wenn es mit fortschreitendem Alter schwieriger wird, an die Füße zu gelangen. Auch erkennen Experten Druckstellen, einen Pilz und Verletzungen frühzeitig und können entgegenwirken. Regelmäßige Hautarztbesuche sind bei Diabetes ebenfalls ratsam“, sagt Schlossberger.

Nicht nur den Füßen tut ein Plus an Pflege gut. Auch der Rest des Körpers freut sich über eine Portion Pflege, um Fett- und Feuchtigkeitsverluste auszugleichen. Bewährt haben sich Cremes und Lotionen ohne Duft-, Farb- und bedenkliche Konservierungsstoffe sowie ohne Alkohol. Inhaltsstoffe wie Urea und Dexpanthenol verbessern die Hautfeuchtigkeit und unterstützen die Selbstheilungskräfte der Haut. Ebenfalls empfehlenswerte Pflegestoffe sind Nachtkerzenöl, Jojobaöl und Vitamin E.

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